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Insights

Produktentwicklung: Dank Agilität und Reifegradmodell zum Erfolg

By Daniel Wilhelm & Urs Künzle &

Viele Unternehmen stehen heute vor der gleichen Herausforderung: Bei der Entwicklung von neuen Produkten verlassen sie ihr eigentlich Kerngebiet und sehen sich mit technologischem Neuland konfrontiert – etwa in Form von Software-Entwicklung. Wie kann diese Transformation erfolgreich gelingen? Wir zeigen dies anhand eines fiktiven Beispiels auf.

Insight in brief

  • Wie kann es Unternehmen gelingen, weit ausserhalb der eigenen Kernkompetenzen – etwa im Bereich der Software- Entwicklung – ein erfolgreiches Produkt zu entwickeln, zu lancieren und zu pflegen?
  • Zentral ist, dass bei der Digitalisierung von Produkten stets der Kundennutzen im Zentrum steht.
  • Durch die Anwendung eines Reifegradmodells kann der Entwicklungsstand des Produkts jederzeit richtig beurteilt werden und die verschiedenen Themenfelder mit Hilfe einer agilen Planung zum richtigen Zeitpunkt adressiert werden.
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Der traditionelle Schuhersteller Shoester AG ist auf hochwertige Arbeitsschuhe spezialisiert und steht in Kontakt mit B2B-Kunden, die einen elektrisch beheizbaren Sicherheitsschuh mit komfortabler Mobile-App Bedienung suchen. Wie gelingt es, dem auf Leder und Fussformen spezialisierten Unternehmen, weit ausserhalb der eigenen Kernkompetenzen ein erfolgreiches Produkt zu entwickeln, zu lancieren und zu pflegen?

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Technologie ausserhalb der angestammten Kompetenzen

Der beheizbare Sicherheitsschuh kommt bei Mitarbeitenden von Sicherheitsunternehmen zum Einsatz und erhöht in Kombination mit der Mobile-App den Komfort des Trägers auch in kalten Nächten. Gleichzeitig möchte Shoester über die Mobile-App einen direkten Kommunikationskanal zu den Schuhträgern herstellen und so die Kundenbindung nachhaltig erhöhen.

So wie im fiktiven Beispiel von Shoester, wagen sich gegenwärtig sehr viele Unternehmen in technologische Bereiche vor, die ausserhalb der angestammten Unternehmenskompetenzen liegen.

Dies birgt neben grossen Chancen auch Risiken, sich im technologischen Neuland zu verlaufen. Zentral ist, dass bei der Digitalisierung von Produkten stets der Kundennutzen im Zentrum steht.

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Viele Produktteams sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr

Um ein Produkt von einer ersten Idee bis zum Markterfolg zu bringen, ist eine Vielzahl von Herausforderungen zu bewältigen. Neben der Entwicklung der Kernfunktionen muss sich das Produktteam auf eine Reihe weiterer Aufgaben konzentrieren, die für einen erfolgreichen Markteintritt entscheidend sind. Dazu gehört neben der Evaluation von Lieferanten oder Produktionspartnern die Zusammenarbeit mit Zulassungsstellen, die Entwicklung eines Service- und Betriebskonzepts unter Berücksichtigung von Qualitätsanforderungen wie Lebensdauer, Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und anderen Faktoren. Alle Entwicklungsaktivitäten müssen zudem im Einklang mit dem Business Case stehen, dessen Erfolg häufig von der Erreichung der Herstellkostenziele und einer durchdachten Customer- und User Experience getrieben ist.

Bei dieser grossen Anzahl an Themenfeldern ist die Gefahr gross, die Orientierung zu verlieren und letztendlich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen. Überhöhte Kosten und Terminverzögerungen sind die Folge. Oft scheitern Unternehmen an der Priorisierung der Themenfelder und der mit Ihnen verbundenen Aufgaben. Die Beantwortung der Frage, wann welche Aktivitäten mit welcher Intensität gestartet werden müssen, um Funktionsumfang, Termine und Kosten unter Kontrolle zu behalten, erfordert viel Erfahrung und ein grosses Systemverständnis.

Hinzu kommt, dass viele Produktteams nicht in der Lage sind, alle Themenbereiche abzudecken und auf andere Stakeholder, wie etwa Entwicklungspartner, Zulassungsstellen oder Lieferanten angewiesen sind. 

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Agile Navigation mit Karte und Plan

Um wieder den Wald vor lauter Bäumen zu sehen und die eigene Ausgangsposition zu bestimmen, ist eine Karte erforderlich. In Entwicklungsprojekten haben sich Reifegradmodelle als geeignetes Hilfsmittel erwiesen. Mit ihnen kann das Projektteam den momentanen Standpunkt und das angestrebte Ziel der Produktentwicklung jederzeit bestimmen. Schon ein einfaches Reifegradmodell, das von Discovery über Live bis Retirement führt, hilft ungemein bei der Einordung eines Produkts und ist die Grundlage für ein gemeinsames Reife-Verständnis innerhalb des Unternehmens oder im Gespräch mit externen Stakeholdern.

Im nächsten Schritt kann die Planung des Vorgehens aufgestellt werden. Hier empfiehlt es sich, eine grobe Roadmap des gesamten Vorhabens zu zeichnen und sich mit der Detaillierung auf ein erstes Zwischenziel zu beschränken. Dabei ist es essenziell, Verantwortlichkeiten für die verschiedenen Themenfelder klar zu definieren und ein gemeinsames Verständnis zu erreichen, welche Ergebnisse zu welcher Reifestufe vorliegen sollen.

Der dritte Schlüsselfaktor neben Karte (Reifegradmodell) und (Projekt-)Plan ist die notwendige Agilität, mit der der erreichte Fortschritt und das Delta bis zum Ziel immer wieder kritisch überprüft und der Weg zum nächsten Zwischenziel an die realen Gegebenheiten angepasst wird.

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Erfolgreiche Entwicklung dank Reifegradmodell

Das Unternehmen Shoester hat die oben beschriebenen Herausforderungen frühzeitig erkannt und den elektrisch beheizbaren Sicherheitsschuh mit zugehöriger App mit einem Dienstleistungsunternehmen zusammen entwickelt, das die bei Shoester fehlenden Kompetenzen optimal ergänzt hat. Durch die Anwendung eines Reifegradmodells konnte der Entwicklungsstand des Produkts jederzeit richtig beurteilt werden und die verschiedenen Themenfelder mit Hilfe einer agilen Planung zum richtigen Zeitpunkt adressiert werden.

Das Beispiel von Shoester zeigt: Eine agile Vorgehensweise gepaart mit dem richtigen Reifegradmodell stellen essenzielle Erfolgsfaktoren in der Entwicklung komplexer Produkte dar. Zögern Sie nicht, ihren nicht-fiktiven Case mit uns zu besprechen.

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Daniel Wilhelm Zühlke

Daniel Wilhelm

Business Solution Manager
Ansprechpartner für die Schweiz Daniel.Wilhelm@zuehlke.com +41 432166829

Daniel Wilhelm ist Business Solution Manager bei Zühlke. Sein Verantwortungsbereich umfasst den Vertrieb und das Engagement Management - immer mit dem Ziel vor Augen, innovative Produkte und Dienstleistungen für die Health Tech Industrie zu entwickeln. Mit einem lösungsorientierten Mindset und seinem Fachwissen in Technologie und Wirtschaft gelingt es ihm, Projektteams entscheidend zu stärken und damit Kunden zu begeistern.