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Industrie
Mit einem konsequenten All-in-Engineering-Ansatz über alle Disziplinen hinweg unterstützt Zühlke Hexagon dabei, ein radikal neues Produkt in einem bislang unerschlossenen Markt zu etablieren. So entsteht das Aura 3D Imaging System. Die Lösung definiert die Erstellung, das Verständnis und die Kommunikation von Gesichtsanalyse in der Ästhetik und Dermatologie neu.

Was dieses Projekt besonders macht: Alle Engineering-Disziplinen von Zühlke sind beteiligt – von der Discovery und Systemarchitektur über Optik, Mechanik, Elektronik, Embedded- und Applikationssoftware, Cloud, Data Science, KI, UX und Cybersecurity bis hin zur Entwicklung von Produktionsequipment und Produktionssupport. Hexagon und Zühlke gehen diesen Weg von der Discovery-Phase und ersten Laborprototypen bis hin zum erfolgreichen Markteintritt als ein gemeinsames Team.
Entwicklung eines hochinnovativen Produkts für einen völlig neuen, unerschlossenen Markt.
End-to-End-Produktentwicklung in einem integrierten Hexagon–Zühlke-Team über alle Engineering-Disziplinen hinweg.
Erfolgreiche Positionierung, Markteintritt und neue Einnahmequellen als Pionier im Bereich ästhetischer Bildgebung.
In der Theorie widerspricht die Idee hinter Aura jeder Regel der Produktentwicklung. Üblicherweise gilt: Entweder entwickelt man ein neues Produkt für einen bestehenden Markt oder man bringt ein bestehendes Produkt in einen neuen Markt.
Hexagon, globaler Marktführer für digitale Realitätstechnologien, hatte bisher vor allem Sensoren, Software und autonome Systeme für Branchen wie Fertigung, Infrastruktur oder Mobilität kombiniert. Mit dem Aura-Projekt verfolgt das Unternehmen eine innovative und zugleich hochgradig unkonventionelle Idee: die Vision einer Lösung, die Gesicht und Hals von Patient:innen fotorealistisch erfasst und es ermöglicht, Haut- und Strukturveränderungen präzise zu analysieren, nachzuverfolgen und klar zu kommunizieren.
Der Einstieg in die ästhetische Medizin bedeutet für Hexagon technologisches, regulatorisches, datenschutzrelevantes und kulturelles Neuland. Deshalb sucht das Unternehmen einen Partner, der nicht nur technologische Expertise, sondern auch Geschwindigkeit, Agilität und unternehmerisches Denken einbringt. Zühlke unterstützt diese Vision und trägt dazu bei, die innovative Idee in ein marktreifes Serienprodukt zu überführen, das die Ästhetikbranche nachhaltig verändert.
Nach einer initialen Discovery-Phase mit starkem Fokus auf hands-on Engineering und schnellen Machbarkeitsstudien legen Hexagon und Zühlke gemeinsam das Fundament für das Aura 3D Imaging System. Von Beginn an entwickelt ein kleines, interdisziplinäres Team konkrete Hardware- und Software-Prototypen im Labor und iteriert diese kontinuierlich. Dabei nutzt es die umfangreichen Werkstatt-, Maker-Space-, Optik- und Elektroniklabore von Zühlke, um zentrale Annahmen schnell zu validieren und technische Risiken früh zu reduzieren.
Gezielte Workshops ergänzen diese Arbeit und helfen, die Richtung und Entscheidungen kontinuierlich mit den neuesten Erkenntnissen aus den physischen Prototypen abzugleichen. Mit einem gemeinsamen Verständnis und einem integrierten Team aus Expert:innen beider Unternehmen wird die Entwicklung weiter vorangetrieben. Das Ziel: ein fotorealistischer, digitaler Zwilling des Gesichts in einer einzigen Aufnahme erzeugen. Dieser bildet die visuelle Grundlage für fundierte medizinische Entscheidungen und eine gemeinsame Bildsprache zwischen Ärzt:innen und Patient:innen.
Die Herausforderung ist außergewöhnlich: ein komplett neues Produkt für einen komplett neuen Markt. Ein Szenario, das traditionell als besonders risikoreich gilt. Das Team muss technologisch höchste Qualität liefern und gleichzeitig eine User Experience schaffen, die Vertrauen aufbaut, Sicherheit vermittelt und sich im klinischen Alltag bewährt. Zudem verlangt der Markt schnelle Iterationen, frühes Nutzendenfeedback und kontinuierliche Anpassung.
“Die Zusammenarbeit zwischen Zühlke und Hexagon war geprägt von einem gemeinsamen Mindset, da alle als ein Team agierten und die gemeinsame Mission über die Unternehmenszugehörigkeit stellten.”
Der kollaborative Ansatz zur Bewältigung dieser Herausforderungen ist strategisch und iterativ zugleich. Angesichts der vielen Unbekannten bei der Entwicklung eines Produkts, das einen neuen Standard setzen sollt, stellt Zühlke ein funktionsübergreifendes Team zusammen, das nahezu alle verfügbaren Disziplinen umfasst: Optik, Mechanik, Elektronik, Embedded Systems, FPGA, Software, Cloud, Data Science, KI, UX und Cybersecurity arbeiteten Hand in Hand. Ergänzend unterstützt das Team bei der Entwicklung von zentralem Produktionsequipment sowie bei der Produktion bis zum Markteintritt.
Entscheidend ist dabei eine projektverantwortliche Führungsperson mit klarer Entscheidungskompetenz, die die Gesamtverantwortung übernimmt und das Projekt gemeinsam mit dem Team vorantreibt. Entscheidungen, oft begleitet von einer gewissen Unschärfe und mit einem gewissen Risiko, trifft das Team bewusst, abgestimmt auf die gemeinsame Vision, den aktuellen Wissensstand und in enger Zusammenarbeit. Parallel stell ein dedizierter Product Manager in enger Abstimmung mit Markt- und Kundenteams sicher, dass die Entwicklung kontinuierlich an realen Kundenbedürfnissen und Marktanforderungen ausgerichtet ist.
Hexagon und Zühlke verstehen sich bewusst nicht als Auftraggeber und Dienstleister, sondern als ein gemeinsames Aura-Team. Während des Projekts arbeitet das Hexagon-Team direkt vor Ort bei Zühlke. Das Set-up entspricht einem Start-up in einer gemeinsamen, geschützten Innovationsumgebung, in der alle Disziplinen, Infrastrukturen und Entscheidungsträger an einem Ort gemeinsam agieren. Diese enge Zusammenarbeit ganz im Sinne von ‘Empowering Ideas’ ermöglicht schnelle Entscheidungen, offene Diskussionen und ein außergewöhnlich hohes Maß an Vertrauen.
Im Herzen der Zusammenarbeit steht eine konsequent agile Build-Measure-Learn-Methodik. Von Anfang an macht das Team den gesamten Workflow greifbar: von der Bilderfassung über Analyse und Datenverarbeitung bis hin zur Nutzendeninteraktion. Frühzeitig präsentiert es funktionale Prototypen wichtigen Stakeholdern und potenziellen Nutzer:innen, um direktes Feedback zu Funktionalität und User Experience zu erhalten.
Ein emotionaler Meilenstein ist die erste transportable Version in der finalen Kamerakonfiguration. Das Team tauft sie liebevoll auf den Namen „Eva“. Technisch anspruchsvoll und mitunter eigensinnig bringt sie das Team dem späteren Serienprodukt so nah wie nie zuvor. Mit jeder Iteration schärft sich das gemeinsame Verständnis, sowohl technologisch als auch in Bezug auf die User Experience.
Um die KI-Modelle mit soliden Daten zu trainieren, reist das Team mit „Eva“ um die Welt, unter anderem nach Ghana und Singapur, um Bilddaten unterschiedlichster Hauttypen zu erfassen. Die User Experience ist dabei stets oberste Priorität, auch wenn dafür Annahmen immer wieder hinterfragt und Lösungen neu gedacht werden müssen. “Eine meiner eindrücklichsten Erinnerungen aus der Entwicklungszeit bei Zühlke ist die Vorbereitung unseres ersten Prototyps für die Reisen nach Ghana und Singapur. Ich werde immer den Enthusiasmus und die Leidenschaft in Erinnerung behalten, die alle eingebracht haben, um dies möglich zu machen: unermüdliches Arbeiten, um alles rechtzeitig fertigzustellen, intensive Debugging-Sessions, das gemeinsame Mitfiebern bei Updates der Teammitglieder vor Ort und schließlich das Feiern ihrer Rückkehr mit den ersten erfassten Daten. Es war ein wirklich prägender Moment – diese gemeinsame Leidenschaft, kombiniert mit herausragender technischer Expertise, machte das scheinbar Unmögliche zur Realität”, fasst Gemma Taverni diese Erfahrung zusammen.
Unabhängig von vertraglichen Strukturen gilt immer ein klares Prinzip: Alle Beteiligten sind Teil des Aura-Teams am Standort von Zühlke in Schlieren. Alle zwei Wochen präsentiert das Team seine Ergebnisse vor der gesamten Gruppe, stets gefolgt von einer offenen und ehrlichen Feedbackrunde. Interne Zweifel und Widerstände werden nicht ausgeblendet, sondern gemeinsam adressiert und überwunden.
“Die Entwicklungsphase bei Zühlke zeichnete sich durch schnelle Umsetzung aus. Agile Methoden wurden sowohl in der Software- als auch in der Hardwareentwicklung genutzt, was kontinuierliche Iterationen und eine rasche Anpassung an marktgetriebene Erkenntnisse während des gesamten Entwicklungsprozesses ermöglichte.”
Der entscheidende Moment der Zusammenarbeit ist der Produktlaunch auf dem AMWC in Monaco. Dort päsentiert das Team erstmals öffentlich, woran zuvor im Hintergrund gearbeitet worden war und sorgt damit für große Aufmerksamkeit.
Mit dem Aura 3D Imaging System bringt Hexagon eine im Markt einzigartige Lösung auf den Weg und setzt neue Maßstäbe für Präzision und Patienteninteraktion in der ästhetischen Bildgebung. Der agile, feedbackgetriebene Entwicklungsansatz verkürzt die Time-to-Market deutlich und stellt sicher, dass das Produkt eng an den realen Bedürfnissen der Nutzer:innen ausgerichtet ist.

Aus wirtschaftlicher Sicht schafft Aura für Hexagon den Zugang zu einem wachsenden Marktsegment und eröffnet neue, nachhaltige Einnahmequellen. Die Technologie von Hexagon steht heute nicht nur für Präzision, sondern auch für echten Mehrwert für Anwender:innen und Patient:innen, weil sie eine gemeinsame visuelle Sprache rund um Behandlungsergebnisse schafft. Gleichzeitig wird die Grundlage für eine langfristige Partnerschaft gelegt, getragen von einem interdisziplinären Team, das sich durch gegenseitigen Respekt, Offenheit und gemeinsame Leidenschaft auszeichnet.
“Wenn ich an Innovation denke, denke ich an die Energie, die das Hexagon- und Zühlke-Team gemeinsam in die Erreichung eines gemeinsamen Ziels eingebracht hat. Die technische Expertise wurde von einer ebenso starken Begeisterung begleitet, was einen Entwicklungsprozess ermöglichte, der schnell, präzise und konsequent fokussiert war.”
Dieses Projekt zeigt deutlich: Transformation bedeutet weit mehr als Technologie. Es geht darum, Organisationen, Arbeitsweisen und Zusammenarbeit neu zu gestalten. Für industrielle Entscheider:innen liefert die Zusammenarbeit zwischen Hexagon und Zühlke eine klare Erkenntnis: Wer neue Märkte erschließen will, braucht integrierte Teams, nutzerzentrierte Entwicklung und Partner, die Verantwortung von der Discovery bis zum erfolgreichen Markteintritt übernehmen. Das Teammodell von Hexagon und Zühlke hat sich als besonders wirkungsvoll erwiesen und bildet die Grundlage für eine langfristige, innovative Partnerschaft.
Erfahren Sie, wie Zühlke Ihre Vision mit interdisziplinärer Engineering-Expertise, Innovationskraft und Leidenschaft in transformative Realität umsetzt.