Zühlke – Empowering Ideas

A computer with different icons displayed around it
Insights

Denken Sie beim Digitalgeschäft in Produkten, nicht in Projekten

Eine digitale Dienstleistung ist ein Produkt, Eine digitale Dienstleistung ist ein Produkt, nicht ein Projekt. kein Projekt. Deshalb muss sie auch so vertrieben werden.Dieser Ansatz ist ein Schlüsselprinzip unserer täglichen Arbeit bei Zühlke, doch der Unterschied ist für Kunden nicht immer sofort klar, wenn wir ihnen die Idee „Produkt, nicht Projekt“ zum ersten Mal vorstellen.

Es kann hilfreich sein, diesen Ansatz folgendermaßen zu betrachten: ein Produkt entwickelt sich im Laufe der Zeit weiter, wobei es weiterhin Wert für das Unternehmen generiert und sich an sich verändernde Kundenbedürfnisse anpasst,

Insight in brief

  • Eine digitale Dienstleistung ist ein Produkt, kein Projekt. 
  • Es kann hilfreich sein, es sich so vorzustellen: ein Produkt entwickelt sich mit der Zeit.

So sieht zum Beispiel ein im Jahr 2008 hergestellter Audi A6 ganz anders aus als ein Audi A6 aus dem Jahr 2018 – doch er ist immer noch im Wesentlichen dasselbe Produkt. Das gilt auch für digitale Dienstleistungen – Unternehmen und ihre Kunden erwarten stets die neueste Version eines ursprünglichen Produkts mit noch mehr Funktionen.

Ein Projekt ist dagegen typischerweise eine einmalige Serie sorgfältig organisierter Tätigkeiten, das von Beginn auf ein genaues Ziel oder Ergebnis hinarbeitet und sich dabei an einen klar vorgegebenen Endtermin oder Abschlussdatum hält.

Es stimmt zwar, dass ein Großteil der Software in der Vergangenheit anhand von Projektlinien bereitgestellt wurde, die von einem Wasserfallmodell gekennzeichnet waren, das durch eine Aufsehen erregende Veröffentlichung seinen krönenden Abschluss fand. Doch dieser Ansatz wird den Anforderungen des digitalen Zeitalters nicht gerecht. Stattdessen wird eine „Produkt-Denkweise“ benötigt, die sich auf die Schaffung einer sich schnell entwickelnden Reihe von Leistungsmerkmalen und Funktionen konzentriert.

Bei Zühlke konzentriert sich ein wichtiger Aspekt unserer Digital @ Scale Lösung darauf, Unternehmen zu helfen, die bereits einige Fortschritte auf ihrem Weg des digitalen Wandels gemacht haben und mittlerweile in Produkten und nicht Projekten denken. Dieser Prozess wird durch mehrere ergänzende Konzepte, bei deren Umsetzung wir sie unterstützen, erleichtert.

Der erste Schritt besteht darin, dass sie sich von großen, einteiligen IT-Systemen entfernen, hin zu einer digitalen Plattform, die auf einer serviceorientierten Architektur basiert. Diese Art von Architektur, die aus vielen kleinen, unabhängig installierbaren Code-Teilen oder Microservices, besteht, reduziert die Reibungsverluste, wenn Updates und Erweiterungen durchgeführt werden müssen, da diese typischerweise auf spezifische, unabhängige Dienste angewandt werden können.

Anschließend kommt die Automatisierung ins Spiel: Intelligent angewandte Automatisierungstools können entlasten, wenn ein IT-Unternehmen häufige kleine, inkrementelle Software-Releases durchführen muss. Denn sie erledigen für die Entwickler die mühsame, monotone Arbeit, wie das Testen. Dadurch können sie ihre Zeit, Anstrengung und Kreativität voll und ganz Innovationen und Verbesserungen widmen.

Schließlich helfen wir Teams auf die DevOps-Ziele hinzuarbeiten. Die bestehen im Wesentlichen aus der kontinuierlichen Integration sowie Veröffentlichung und Bereitstellung, welche auf eine deutliche Verkleinerung von Release-Zyklen erzielen soll. Dadurch sollen kleine Änderungen in nahezu regelmäßigen Abständen erfolgen. Dieses Veränderungstempo basiert auf kurzen Feedbackschleifen, bei denen ein neues Release in der Produktion sorgfältig überwacht wird. Dadurch kann eine entsprechende Publikumsresonanz gemessen und umgehend darauf reagiert werden.
 

Hinsichtlich der Teams sollte an dieser Stelle auf einen weiteren großen Unterschied zwischen Projekten und Produkten hingewiesen werden.

Ein Projektteam wird gewöhnlich zeitweise für die Dauer des Projekts zusammengestellt und wieder aufgelöst, wenn es abgeschlossen ist. Einem Produktteam wird dagegen die Verantwortung für den Besitz, die Entwicklung und den Betrieb dieses Produkts für dessen gesamte Lebensdauer übertragen. Darüber hinaus ist es für dessen langfristige Entwicklung und dessen Wert für das Unternehmen verantwortlich.

Meines Erachtens stellt die Produkt-Denkweise die einzige Möglichkeit dar, eine digitale Dienstleistung zu gewährleisten, die der Konkurrenz voraus bleibt. Und sehr viele Technologieführer scheinen genauso zu denken: Laut der Umfrage „CIO Agenda 2019“ von der IT-Marktanalystenfirma Gartner gaben 55 % der Befragten an, dass sie von der Projektabwicklung auf die Produktauslieferung umstellen, um schnellere Geschäftsergebnisse, verbesserte Customer Experience, weniger Reibungsverluste und mehr Flexibilität zu erzielen. Meiner Meinung nach werden sich immer mehr Unternehmen diesem Weg anschließen.

Neil Morecraft

Neil Moorcroft

Managing Director Customer Solutions & Partner
Ansprechpartner für Großbritannien

Neil Moorcroft ist Partner und Mitglied der Geschäftsleitung von Zuhlke UK. Er ist verantwortlich für die erfolgreiche Realisierung aller Kundenaufträge und für die kontinuierliche Erweiterung des Angebotsportfolios. Mit über 25 Jahren Erfahrung in der IT-Beratung ist es seine Leidenschaft, Unternehmen bei der Schaffung digitaler Innovationen mit fortschrittlicher Technologie zu begleiten.