Obwohl das Thema der digitalen Transformation bereits seit einigen Jahren bekannt ist, haben viele Unternehmen die Chancen, die ihnen die Digitalisierung bieten könnte, noch nicht vollständig erkannt. Gleichzeitig betrachten die meisten Unternehmen die digitale Transformation als ein Muss für künftiges Wachstum.
In zahlreichen Gesprächen mit Führungskräften aus einer Vielzahl von Unternehmen und Branchen haben wir festgestellt, dass die häufigsten Gründe für den Verzicht auf eine vollständige digitale Transformation die folgenden sind:
- Angst vor «dem schwarzen Loch»: Keine Einigkeit unter den Führungskräften in Bezug auf das «Warum» der digitalen Transformation
- Fehlender Fokus für digitale Investitionen und Veränderungen
- Keine förderliche Unternehmenskultur
Die meisten Unternehmen sind sich in einem Punkt einig: Es ist von entscheidender Bedeutung, die eigene Ausgangssituation zu kennen. Eine gute Möglichkeit, die Ausgangssituation zu ermitteln, ist die Durchführung einer Bewertung des digitalen Reifegrads. Dieses Digital Maturity Assessment stellt ein ideales Instrument dar, um eine Diskussion in Gang zu bringen. Das Assessment macht den aktuellen Stand der Digitalisierung messbar und damit vergleichbar und ermöglicht die Definition eines Zielzustandes in einigen Jahren. Je nach Prioritäten der Organisation können aus den Ergebnissen entsprechende Massnahmen abgeleitet, gewünschte Ziele und Schlüsselergebnisse definiert, Ressourcen zugewiesen und ein Programm erstellt werden. Als sehr wünschenswerter Nebeneffekt ermöglicht die Bewertung ein gemeinsames Verständnis des möglichen Umfangs und der Möglichkeiten einer digitalen Transformation, die weit über die typische Prozessautomatisierung und kurzfristige Effizienzmassnahmen hinausgeht, die viele Programme zu erreichen versuchen.
Flexibles Instrument für unterschiedliche Situationen
Die Bewertung des digitalen Reifegrads ist ein empfohlenes Instrument für alle Organisationen. Unternehmen, die bereits über eine hohe digitale Maturität verfügen und einen signifikanten Anteil ihrer Einnahmen durch digitale Kanäle erzielen, können ganz anders agieren als jene ohne Erfahrung und Affinität zu digitalen Themen. Daher hängen Inhalte eigener digitaler Roadmaps sehr stark von der jeweiligen Ausgangslage ab: Sprechen wir hier über die ersten Schritte im Aufbau digitaler Fähigkeiten und Kompetenzen, dem Verproben erster Geschäftsideen oder über den Ausbau und das grossflächige Skalieren digitaler Geschäftsmodelle?
Zühlke hat eine Digital Maturity Assessment entwickelt, welches hochflexibel ist und an die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens angepasst werden kann. Das Instrument baut auf der Erfahrung aus der Entwicklung und Umsetzung von mehr als 10.000 Digitalisierungs- und Innovationsprojekten auf. Die Bewertung kann entlang der Geschäftsbereiche oder Abteilungen des Unternehmens oder entlang der Wertschöpfungskette strukturiert werden, oder sie erlaubt ein Abtauchen in bestimmte Themenbereiche wie Strategie, Technologie oder Sicherheit. Natürlich sind auch Kombinationen möglich.
Beispiel für eine Bewertung des digitalen Reifegrads durch ZühlkeDie Ergebnisse der Standortbestimmung dienen als Baseline für alle späteren Aktivitäten. Der Startpunkt bestimmt den Weg mit: Wo wollen wir fokussieren? Sind unsere Ambitionen unter Berücksichtigung des Status-quo mit vertretbarem Einsatz erreichbar? Wo liegen die grössten Gaps zwischen dem Ist- und dem Zielzustand?
Mehr dazu in diesem Artikel von Ivan Kovynyov.
Basis für eine erfolgreiche Transformation
Durch die Bewertung des digitalen Reifegrads können Führungskräfte einen messbaren Ausgangspunkt für die Frage finden, welchen Zweck sie verfolgen und welche Ziele sie mit einem digitalen Transformationsprogramm erreichen wollen. Das Unternehmen erhält einen klaren Überblick darüber, worauf sie ihre Aufmerksamkeit und ihre Investitionen konzentrieren sollte, und erhält gleichzeitig eine klare Perspektive auf die Bereitschaft der Organisation in Bezug auf die digitale Denkweise und die Bereitschaft zum Wandel. Die Bewertung des digitalen Reifegrads gleicht die Ansichten des Top-Managements ab und ist daher von unschätzbarer Bedeutung für den künftigen Erfolg eines jeden digitalen Transformationsprogramms.

Harm Flik
Harm K. Flik verfügt über 15 Jahre Erfahrung in den Bereichen Strategieberatung, strategische Geschäftsentwicklung und Produktmanagement in der TMT (Technologie, Medien, Telekommunikation) Branche. Bevor er zu Zühlke wechselte, hatte er leitende Positionen in zwei der weltweit führenden Management Consulting Unternehmen und bei einem führenden Schweizer Telekomunternehmen inne. Aufgrund seiner Erfahrung ist Harm in der Lage Trends und Entwicklungen in profitable neue Geschäftsfelder umzuwandeln. Sein Interesse gilt speziell dem Einsatz von digitalen und mobile Technologien zur Vernetzung von Gegenständen, Personen und Dienstleistungen zur nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.