Zühlke – Empowering Ideas

Tobias Rudolphi
Insights

Zühlke Camp @ Home – wie wir gemeinsame Weiterbildung auch in Remote-Zeiten leben

Damit wir bei Zühlke unsere Versprechen als Innovationsdienstleister halten können, müssen wir als Team immer auf dem aktuellen Stand der Technik sein und daher als Individuen und Organisation kontinuierlich und bewusst dazulernen. Wir betrachten jede neue Situation, in die wir geraten als eine Möglichkeit dazuzulernen, sowohl im Projekt als auch im Rahmen unserer Weiterbildung.

Ein wichtiger Bestandteil dieses „Zühlke Growth Mindset“ ist unser jährliches Zühlke Camp, zu dem wir alle an einem Ort zusammenkommen, um gemeinsam Neues zu lernen, uns zu vernetzen und auszutauschen, und uns – frei von der täglichen Arbeit und Kundenmeetings – als Unternehmen und Individuen weiterzuentwickeln. Tobias Rudolphi, Regional Director an unserem Standort in Hamburg und Mitglied des Organisationskomitees des Zühlke Camps, erzählt uns, wie wir beim Zühlke Camp gemeinsame Weiterbildung auch in einem Remote-Setup ermöglichen, vor welchen Herausforderungen die Organisatoren standen und welche Erkenntnisse sie bei der Umsetzung gewonnen haben.

Insight in brief

  • Unser Kollege Tobias Rudolphi gibt Einblicke, wie wir uns als Individuen und als Organisation kontinuierlich und bewusst weiterentwickeln, auch in Remote-Zeiten.
  • Erfahre in unserem Blog mehr darüber, wie wir im Zühlke Camp kollaboratives Lernen auch in einer Remote-Umgebung realisieren, vor welchen Herausforderungen wir dabei standen und, welche Learnings sich daraus ergeben haben.

Wir investieren jedes Jahr 10 % unseres Umsatzes in die Entwicklung unserer Mitarbeitenden mit dem Ziel, individuelles und gemeinschaftliches Lernen zu fördern. Eines der Formate, mit denen wir gemeinsame Aus- und Weiterbildung umsetzen, ist das Zühlke Camp, bei dem sich alle Mitarbeitenden einmal im Jahr für ein paar Tage an einem schönen Ort außerhalb unserer Büros treffen. In Vorträgen, praktischen Workshops, Diskussionen und Open Space-Sessions lernen wir mit- und voneinander. In Deutschland findet das Camp für alle Mitarbeitenden zur gleichen Zeit statt. Die meisten anderen Länder mit Zühlke Standorten haben einen ähnlichen Ansatz, während einige mehrere Camps für verschiedene Teams organisieren, abhängig von der Größe des Standorts und den lokalen Gepflogenheiten. In allen Ländern ist das Zühlke-Camp eines der spannendsten Events in einem regulären Zühlke Jahr. Es wird von allen Mitarbeitenden sehr geschätzt und ist einer der Eckpfeiler unserer Kultur.

Das Zühlke Camp ist unser Innovations-Hyperraumantrieb

Im Vordergrund des Zühlke Camp steht, gemeinsam an Themen zu arbeiten, für welche die Mitarbeitenden besonders brennen oder, die in unserem Unternehmen einen hohen strategischen Wert haben; das können beispielsweise "bleeding edge"-Technologien, die Weiterentwicklung unseres Portfolios oder von Zühlke selbst sein. „Ich stelle mir das Camp wie eine Art ‚Innovations-Hyperraumantrieb‘ vor; wir kommen für ein paar Tage zusammen und wenn wir am Ende wieder auseinandergehen, sind wir ein paar Monate weiter in unseren Erkenntnissen“, beschreibt Tobias.

Mindestens ebenso wichtig sind die Möglichkeiten zum Networking und Socialising mit Kolleg*innen während des Zühlke Camp. „Sich zu vernetzen und gemeinsam Spaß zu haben, ohne in die tägliche Arbeit eingebunden zu sein, ist enorm wichtig. Sowohl für uns als Individuen, als auch für unsere Projektarbeit. Wenn sich die Teams gut kennen und sich vertrauen, hat das einen direkten, positiven Einfluss auf unsere Arbeit. Ein Team, das sich gut versteht, kann in unseren Innovationsprojekten auch besser, erfolgreicher und mit mehr Freude zusammenarbeiten“, so Tobias. „Außerdem ist das Camp eine hervorragende Gelegenheit, Kolleg*innen aus anderen Standorten und Arbeitsbereichen besser kennenzulernen und unsere Kultur gemeinsam zu erleben und zu feiern“.

Wie läuft das Camp in Remote-Zeiten ab?

Nachdem das Camp im letzten Jahr aufgrund der unsicheren Corona-Situation ausfallen musste, wurde es in diesem Jahr drei Tage lang remote durchgeführt, sodass alle Mitarbeitenden die Möglichkeit hatten, von zu Hause aus teilzunehmen.

Doch wie funktioniert das eigentlich, ein ganzes Weiterbildungscamp remote für über 300 Mitarbeitende zu organisieren und gleichzeitig den die Zusammenarbeit fördernden Aspekten des Camps gerecht zu werden?

Kommunikation und gute Vorbereitung sind der Schlüssel

„Die größte Herausforderung war natürlich die unsichere Situation, die sich durch die ständig wechselnden Corona-Auflagen ergeben hat“, erinnert sich Tobias. „Gefühlt haben wir das Camp in diesem Jahr dreimal neu organisiert. In der Hoffnung zumindest Teile des Camps in kleineren Kohorten vor Ort durchführen zu können, hatten wir uns zunächst für ein Hybrid-Konzept entschieden, das eine Kombination aus on-site- und online-Teilnahme ermöglicht hätte. Aufgrund der Entwicklungen während der dritten Corona-Welle in Deutschland haben wir uns dann aber dazu entschieden, das Camp vollständig remote durchzuführen.“

Weitere Herausforderungen bei der Organisation lagen neben der Auswahl eines geeigneten Tools, das möglichst störungsfrei und einfach zu bedienen ist, insbesondere in der Kommunikation rund um das Camp. „Eine der wesentlichen Erkenntnisse für uns als Organisations-Team ist, dass die Kommunikation zu einem Remote-Camp deutlich mehr Planung und Vorbereitung bedarf. Da durch die virtuelle Umgebung spontane Informationen, Reaktionen und Gespräche, welche das Camp ausmachen, weniger möglich sind, mussten wir gewährleisten, dass alle Informationen an einem zentralen Ort verfügbar sind und wir mit unseren Kommunikationskanälen möglichst viele unser Kolleg*innen erreichen.

Um das sicherzustellen, wurden vorab verschiedene Tools getestet und evaluiert. „Schlussendlich haben wir uns für einen Mix aus bei uns in der Projektarbeit gut etablierten Tools entschieden. Microsoft Teams für Remote-Meetings, Terminplanung und Ad-Hoc-Kommunikation, Miro zur Unterstützung von Remote-Workshops sowie Confluence als „Content-Hub“ in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Camps. Dieses Setup hat sehr gut funktioniert und konnte von allen Teilnehmenden problemlos bedient werden“, erklärt Tobias.

Erkenntnisse sind direkt im Projektalltag anwendbar

Ein Prinzip von Learning-Events bei Zühlke liegt darin, dass diese eines oder mehrere Themen haben, für die sich jeweils Sponsoren verantwortlich zeigen und diese während des Camps begleiten und den Organisatoren der einzelnen Camp-Sessions für Anregungen, Fragen und Feedback zur Verfügung stehen. Für die Themen können sich die Teilnehmenden im Vorfeld bereits registrieren und diese dann im Rahmen der einzelnen Sessions gemeinsam bearbeiten. In diesem Jahr haben die Sponsoren ein Programm geschaffen, das nicht nur im Einklang mit den Unternehmenszielen steht, sondern allen Mitarbeitenden ermöglicht, sich persönlich weiterzuentwickeln, Neues zu lernen und die Erkenntnisse direkt in ihrem Projektalltag anzuwenden.

camp program

Nach einem kurzen gemeinsamen Kickoff ging es los. In den insgesamt fünf Themenbereichen wurden neue Lösungen erarbeitet und viel diskutiert. Zur Session „Sustainability innovation and engineering” wurde zudem unser Kunde Tiger Media International GmbH eingeladen, mit welchem wir anhand der "Tiger Box TOUCH" gemeinsam erarbeiteten, wie Produkte nachhaltiger gestaltet und entwickelt werden können, insbesondere, wenn es um den ökologischen Fußabdruck geht, den die Box derzeit hat und, wie dieser verringert werden kann. Dabei sind zudem viele Ideen aus den Bereichen "Reparierbarkeit“, „Service Design“ und „Zirkuläre Wertschöpfung" entstanden.

Soziale Interaktion stärken

Im Hinblick auf die Möglichkeit, gemeinsam zu lernen, hat das Remote-Format des Camps für die meisten Teilnehmer sehr gut funktioniert, und die zuvor festgelegten Ziele wurden in fast allen Sessions erreicht. Insbesondere der Wechsel vom täglichen Projektgeschäft zu anderen, neuen Themen wurde sehr geschätzt. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden im Anschluss als Video-Dateien oder Präsentationen verteilt, sodass jeder Zugang zu diesem Wissen erhält, denn auch das spiegelt ein Prinzip von Weiterbildungs-Events bei Zühlke wider.

Das Feedback der Teilnehmenden zeigt aber auch, dass der Networking- und Socialising-Charakter des Camps im Remote-Format stark gelitten haben und bei weitem nicht so effektiv wie bei einer Vor-Ort-Veranstaltung waren. „Trotz aller Bemühungen sind diese Aspekte unserer üblichen Camps natürlich auf der Strecke geblieben. Sollte das Camp noch einmal als Remote-Veranstaltung stattfinden, müssen wir diese Aktivitäten besser integrieren. Erste Überlegungen gehen in die Richtung, eine eigens für diese Art von Events ausgelegte Mobile App zu nutzen, die deutlich mehr und bessere Interaktionsmöglichkeiten für die Teilnehmenden und einen besseren Überblick über das Programm und die verschiedenen Sessions erlaubt,“ so Tobias. „Aber um ehrlich zu sein, hoffen wir natürlich alle, dass das nächste Zühlke Camp wieder vor Ort stattfinden wird und wir endlich alle wieder zusammenkommen dürfen!“

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Tobias Rudolphi is Regional Director Hamburg & Partner at Zühlke Engineering

Tobias Rudolphi

Regional Director Hamburg & Partner
Ansprechpartner für Deutschland

Tobias Rudolphi ist Head Competence Unit für Zühlke in Hamburg. Als Regional Director ist er verantwortlich für den Aufbau und die Geschäftsentwicklung an Standort Hamburg sowie die erfolgreiche Durchführung der Projekte gemeinsam mit den Kunden in der Region.