Zühlke – Empowering Ideas

Menschen und Kultur

“Wir sind nun für alle Belange unseres Teams selbst zuständig.” - Dominik von Burg über das selbstorganisierte Team

Dominik von Burg, Lead Project Manager, Zühlke

Dominik von Burg ist begeistert von der Arbeit im ersten komplett selbst-organisierten Team bei Zühlke Schweiz. Er ist davon überzeugt, dass es solche Formen der Kooperation in Zukunft noch öfter geben wird.

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Welche Lösungen bei Zühlke fanden Sie besonders spannend?

Ich bin seit zwei Jahren bei Zühlke und hatte von Anfang das Glück, mit innovativen Technologien arbeiten zu dürfen: Machine Learning, Big Data, Cloud Development – alles, was man sich wünschen kann. In einem Projekt haben wir zum Beispiel Deep Learning eingesetzt, um die Dicke von Stromabnehmern zu ermitteln. Das Spannendste ist für mich aber, wenn wir eine Lösung mit viel Mehrwert erarbeiten können. Das muss nicht zwingend die neueste Technologie sein, manchmal ist es auch etwas Klassisches.

Wieviel Teamwork steckt hier hinter jeder neuen Entwicklung?

Fast alle unsere Lösungen entstehen in Kooperation. Dabei ist es immer wieder eine Herausforderung, die Teams so zu unterstützen, dass sie optimal performen. Darum investieren wir zum Projektbeginn viel Zeit in ein «Team Charter»: Wir schauen gemeinsam mit allen Beteiligten – auch den Kunden – ob wir die notwendigen Skills im Team haben und legen fest, wie wir zusammen arbeiten.

Sie arbeiten im ersten komplett selbstorganisierten Team bei Zühlke Schweiz. Was bedeutet das für Sie?

Ich bin immer noch begeistert, dass wir dieses Experiment bei Zühlke starten durften. Für unsere Gruppe war und ist es sehr spannend! Wir sind nun für alle Belange unseres Teams selbst zuständig – zum Beispiel für die interne Ressourcenplanung. Darüber hinaus coachen wir uns auch gegenseitig. Zu Beginn haben wir ein Manifesto verfasst mit klaren Regeln. Wer sich beteiligen wollte, wusste also von vorneherein, auf was er sich einlässt. Mittlerweile sind wir zu neunt und ich kann mir gut vorstellen, dass es zukünftig mehr Teams wie uns geben wird. Trotzdem ist eines klar: Unsere Organisationsform ist nicht für alle geeignet. Wer die administrativen Arbeiten lieber seinem Vorgesetzten überlassen möchte, fühlt sich in einer anderen Struktur vermutlich wohler.

Wie stärken gerade junge Talente die Innovationskraft?

Gerade von Leuten, die noch nicht so viel Erfahrung haben, kommen viele wertvolle Ideen! Aber eigentlich machen wir in unseren Projektteams sowieso keinen Unterschied zwischen Junioren und Senioren. Es kommt mehr darauf an, wie man an eine Sache herangeht.

In welchem Bereich sollte man sich während des Studiums fit machen, um sich bei Zühlke wohlzufühlen?

Ich habe mich damals in meinem Informatikstudium an der BFH fast ausschliesslich technisch ausgerichtet. Mittlerweile denke ich aber, dass es daneben auch auf Empathie und Kommunikation ankommt: Missverständnisse generieren einfach sehr viel Arbeit! Ich würde das daher heute besser ausbalancieren und mich auch in Bereichen wie «Organizational Behavior» weiterbilden.

TEXT: UTE LIEBIG, FOTO: JON GODWIN PHOTOGRAPHY, IM AUFTRAG VON MOST ATTRACTIVE EMPLOYERS