Digitalisierung und Disruption

Umfrage: Application Modernization in der Industrie

symbol for application modernization with gearwheel
  • Eine Umfrage zeigt, dass die Systeme die aktuellen Bedürfnisse abdecken, nicht jedoch vollumfänglich bereit sind für zukünftige Ansprüche
  • Es gibt verschiedene Ansätze, die für Application-Modernization-Projekte verwendet werden
  • Die Umfrage zeigt auch, dass es unterschiedliche Herausforderungen bei der Durchführung von Application-Modernization-Projekten gibt
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Eine Umfrage bei IT-Verantwortlichen in verschiedenen Industrieunternehmen zeigt, dass vielerorts die Systeme zwar die aktuellen Bedürfnisse abdecken – nicht jedoch vollumfänglich bereit sind für künftige Ansprüche. Application-Modernization-Projekte sind also unumgänglich. Besonders im Fokus stehen dabei die ERP-Systeme. Wie werden diese Application-Modernization-Projekte angegangen?

Zühlke hat in einer qualitativen Umfrage IT-Verantwortliche in Industrieunternehmen zum Thema Application Modernization befragt. Die Antworten zeigen unterschiedliche Gründe für Modernisierungsvorhaben, verschiedene Herangehensweisen sowie grundlegende Erfolgsfaktoren.

Weshalb muss modernisiert werden?

Die Gründe für Application-Modernization-Projekte sind vielschichtig. Im Kern steht jedoch immer eine Anforderungsveränderung: Die bestehende Applikation passt nicht mehr zu den aktuellen Business-Bedürfnisse oder die Systeme verunmöglichen die konsequente Umsetzung einer Strategie – etwa in den Bereichen Datenanalyse, Ökosystem sowie Kundenzentriertheit. Oft ist über die lange Lebensdauer der Applikationen auch das entsprechende interne Wissen verlorengegangen und zusammen mit der steigenden Komplexität der Anwendung wird das Risiko für das Unternehmen so gross, dass gehandelt werden muss. Ein weiterer Grund für Application Modernization kann eine Reorganisation des Unternehmens darstellen - etwa durch Fusionen, Übernahmen oder Abspaltungen.

Herausforderungen bei Application Modernization

Im Rahmen der Umfrage erwähnten die Umfrageteilnehmer verschiedene Herausforderungen. Die meistgenannten sind dabei:

  • Wildwuchs von zum Teil redundanten Systemen und Technologien (beispielsweise mehrere ERP-Systeme)
  • Standardapplikationen werden zu stark an das Unternehmen angepasst; Updates sind fast nicht möglich und werden über längere Zeit nicht mehr durchgeführt
  • Die Business-Abteilung ist nicht bereit für Veränderungen
  • Wissen über Applikationen ist verloren gegangen
  • Es wird zu lange gewartet mit der Modernisierung; der Zeitdruck steigt

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren

Entscheidend ist es, darin sind sich die Umfrageteilnehmer einig, die Application Modernization aus Business-Sicht anzugehen und nicht aus IT-Perspektive. Viel zu oft geht vergessen, dass Modernisierungsvorhaben stets auch Change-Aspekte mit sich bringen. Kleine Teilschritte, die einen konkreten Mehrwert schaffen, erhöhen die Akzeptanz in den Business-Abteilungen. Ausserdem sehen die Umfrageteilnehmer die Unterstützung der Geschäftsleitung als unabdingbar an. Weiter muss die Firmenkultur eine Veränderung zulassen. Wichtig ist wie bei jedem Projekt, dass die Dimension und Komplexität richtig eingeschätzt wird und eine kompetente Projektleitung eingesetzt wird. Ein weiterer kritischer Erfolgsfaktor stellt das Thema User-Zentriertheit dar: Die Bedürfnisse der Endnutzer müssen hochpriorisiert werden und im jeweiligen Kontext der Anwendung verstanden werden. Besonders in der Zusammenarbeit mit neuen Partnern ist es wichtig, vorsichtig zu sein und die Qualität des Gegenübers und des Lieferobjektes mit einem Proof-of-Concept zu evaluieren, bevor man sich langfristig bindet. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern stellt aber auch eine Chance dar, welche neue Perspektiven eröffnet.

Fazit

Die Umfrage zeigt, dass das Thema Application Modernization in vielen (Industrie-)Unternehmen in nächster Zeit an Bedeutung gewinnen wird. Um erfolgreich modernisieren zu können, müssen dabei zwingend gewisse kritische Erfolgsfaktoren berücksichtigt werden.

Head of DevOps Regina Dietiker
Ansprechpartner für die Schweiz

Regina Dietiker

Head of DevOps

Regina Dietiker ist Partnerin bei Zühlke und verantwortlich für die DevOps Practice bei Zühlke Schweiz. Sowohl erfolgreiche Kundenprodukte zu erstellen und zu betreuen als auch die Modernisierung von Anwendungen sind ihre Leidenschaft. 

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