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Zühlke auf der Apple Developer Stage

26 September 2013
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Lesezeit: 4 Minutes

Zum ersten Mal hat Apple Schweiz zur Apple Developer Stage eingeladen – und Zühlke war dabei. Als einer von 8 ausgewählten Partnern von Apple haben wir dem interessierten Publikum unsere Story zur Entwicklung von Enterprise Apps vorgestellt.

Auch wenn es um die Entwicklung von Enterprise Apps geht, müssen viele funktionale und nicht funktionale Anforderungen berücksichtigt werden. Natürlich ist dabei vor allem auch das User Interface einer Inhouse-App sehr wichtig. Die Mitarbeiter eines Unternehmens bringen schliesslich ihre Erfahrungen mit privat genutzten Apps mit und haben dementsprechend auch Erwartungen an Enterprise Apps. Für ein beeindruckendes Nutzungserlebnis (User Experience) darf jedoch nicht nur Wert auf ein modernes und ästhetisches User Interface gelegt werden. Insbesondere die „inneren Werte“ einer App spielen eine grosse Rolle für eine „End-to-End User Experience“.

Vergleichen wir dies mit einer hochwertigen Armbanduhr am Beispiel einer IWC Portugieser. Mit Sicherheit bietet dieses entwickelte Produkt ein sehr schönes User Interface: das Zifferblatt ist bis ins Detail präzise gestaltet, die Funktionen der Uhr einfach zu erkennen und abzulesen. Jedoch wird kaum jemand nur aufgrund optischer Eindrücke eine hochwertige Armbanduhr kaufen. Die Emotionalität einer IWC ergibt sich schliesslich aus der Kombination mit den inneren Werten der Uhr. Hier geht es um mechanische Raffinesse, Genauigkeit, Verlässlichkeit, Effizienz und schliesslich das perfekte Zusammenspiel aller Komponenten. Anhand dieses Beispiels kann eine Analogie zur App-Entwicklung hergestellt werden. Für viele Benutzer von Smartphones ist die verwendete Hardware in Kombination mit begeisternden Apps ebenfalls ein hochgradig emotionales Produkt. Immer wieder zeigt sich in Umfragen, wie gross daher die Angst vor dem Verlust des mobilen Geräts ist. Auf dem Mobile World Congress 2012 in Barcelona wurde dazu die Wortkreation „Nomophobie“ aufgeschnappt. Dieses „Krankheitsbild“ beschreibt die Angst ohne mobiles Gerät auskommen zu müssen (No-Mobile-Phobie).

Sehr viele Unternehmen haben erste Apps auf den Markt gebracht und dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt. Dabei standen meist erste Gehversuche mit B2C-Apps im Vordergrund. Die meisten Applikationen sind stark auf den Client fokussiert und sind dementsprechend gar nicht oder nur wenig mit Back-End Systemen integriert. Mit Enterprise Apps, darunter zum Beispiel Management Informationssysteme, CRM oder ERP-Apps, ist eine Verzahnung der Apps mit bestehender Infrastruktur jedoch zwingend erforderlich. Business Apps greifen häufig auf Geschäftsdaten im Backend zu und müssen existierende Geschäftsprozesse unterstützen.

Daher spielen, wie bei der Armbanduhr, auch bei Enterprise Apps  die „inneren Werte“ einer App eine grosses Rolle, zum Beispiel können erforderliche Daten von Backend-Systemen einfach und performant abgerufen und angezeigt werden, ist der Zugriff auf interne Systeme sicher, ist die Architektur flexibel und ausbaufähig genug um einen mobile Kanal zu bedienen? Eine schwache Basisarchitektur gefährdet die Evolution der App in Zukunft, oder beeinträchtigt die Performance bei hoher Akzeptanz. Erst wenn all diese Faktoren, wie in einem Uhrwerk im Gleichtakt harmonisieren besteht die Chance dem Anwender ein Erlebnis im täglichen Umgang mit der App zu bieten.

Bei Zühlke sprechen wir von drei wesentlichen Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette der Enterprise App Entwicklung. Diese haben wir an der Apple Developer Stage vorgestellt und mit Kunden diskutiert.

Eine wichtige Voraussetzung für eine wertgenerierende Enterprise App ist die Eruierung der Kundenanforderungen. Mit unserem Vorgehensmodell namens „Stars-to-Road“ konnten wir unseren Zuhörern am Apple Event eine Antwort mit auf den Weg geben. Die Umsetzung findet am besten auf Basis von Lean User Experience (Lean UX) statt. Lean UX basiert auf der Geschwindigkeit und Flexibilität von Scrum und vereint diese mit der Notwendigkeit eines benutzerzentrierten Vorgehensansatzes. Idealerweise werden UX Experten ebenso wo die Fachpersonen von der Business Seite in ein sogenanntes „cross-functional team“ integriert. Das dadurch entstehende, gemeinsame Verständnis führt letztlich zu einer schnelleren Time-to-Market. Schliesslich muss eine Enterprise App regelmässig aufgrund interner und externer Veränderungen angepasst werden, zum Beispiel um auf eine neue Enterprise Applikationslandschaft, neue Hardware oder Betriebssysteme oder Kundenfeedback zu reagieren.  Hier sprechen wir vom Lifecycle Management, dass auf keinen Fall ausser Acht gelassen werden darf.

Lesen Sie mehr über die verschiedenen Aktivitäten entlang des App-Entwicklungszyklus in unserer folgenden Artikelserie. Bleiben Sie dran!

Kommentare (1)

[…] Der Trend zu Style Tiles zeigt, dass Responsive auch eine Prozess-Änderung bedeutet. Ohne ein agiles Vorgehen funktioniert Resposive nicht. Designer, Requirements-Engineer, Product-Owner, Entwickler und Tester sind im gleichen Team und sitzen zwecks schnellem Austausch und Sicherung der Konsistenz im gleichen Büro. Es gilt also, die Herausforderung betreffend Agilität und interdisziplinären Teams anzupacken. Dies gilt für Responsive Design Projekte in gleichem Masse wie auch für die App-Entwicklung […]

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