Internet of Things

#ZDAYS15: Das Internet der Dinge im Fokus

15 Dezember 2015
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Lesezeit: 3 Minutes

Der Begriff Internet of Things ist mittlerweile allgegenwärtig. Selbst für IT-Laien stellen die vernetzten Geräte und die Datenvisualisierungen keineswegs etwas Außergewöhnliches dar. Diese Tatsachen haben neue Marktanforderungen zur Konsequenz, welche Zühlke als Premium-Dienstleister berücksichtigen muss.

Auf den ZDays 2015 in Stuttgart konnte man erkennen, dass dieses Thema für Zühlke kein Neuland ist. Mehrere Sessions gewährten sinnvolle Einblicke in diese Thematik. Der vorausgesetzte Wissensstand variierte dabei zwischen dem eines Anfängers und dem eines erfahrenen Entwicklers, sodass jeder in der Lage war einen geeigneten Einstieg zu finden. Die Besucherzahl bei den IoT-Sessions zeugte ebenfalls sehr deutlich davon, dass das Interesse an dem Thema sehr hoch ist.

Im Folgenden werden meine persönlichen Eindrücke der besuchten IoT-Sessions geschildert.

IoT Architecture and its challenges communicating between things and the internet

Ein relativ großer Teil dieser Session beschäftigte sich mit der Beantwortung der Frage, warum das Thema Internet of Things heutzutage so wichtig ist. Zahlreiche Beispiele verhalfen zum besseren Verständnis der Herausforderungen auf diesem Gebiet.

Besonders interessant erschien mir die vorgestellte Gateway-Architektur aus einem aktuellen Projekt, welche gewisse Ähnlichkeiten mit einer von mir bereits verwendeten Architektur aufwies. Darüber hinaus zeigte die Gegenüberstellung der Kommunikationsprotokolle (HTTP, MQTT, CoAP) sehr anschaulich die wichtigsten Unterschiede und Merkmale, welche für die Wahl eines Kommunikationsprotokolls entscheidend sind. Im Großen und Ganzen war diese Session für einen schnellen Einstieg in die IoT-Thematik sehr gut, da trotz eines gewissen Fokus auf Gerätekommunikation ein rundum klares Bild der IoT-Welt und IoT Architektur vermittelt wurde.

Ad-Hoc Session: Zühlke IoT Platform

Seit einiger Zeit beschäftigen wir uns bei Zühlke mit der Entwicklung einer IoT Plattform. Die Hauptziele dabei sind geringe Entwicklungskosten und kurze Time-to-Market für unsere Kunden. Diese sollten durch die Wiederverwendung verschiedener Komponenten, die gesammelte Erfahrung sowie den Einsatz einer Cloud Plattform wie Microsoft Azure erreicht werden. Inspiriert durch das Interesse des Publikums und die Gelegenheit, das Ergebnis der Entwicklung ganz Zühlke vorzustellen, entschied man sich, diese Ad-Hoc Session zu halten.

Wie erwartet war der Andrang recht groß. Der Demonstrationsaufbau ermöglichte die Steuerung von drei Lüftern entweder direkt über die Hardwareschalter oder mithilfe einer in der Cloud gehosteten Webanwendung. Dabei konnte man unter anderem die aktuelle Drehzahl sowie die verschiedenen Fehlerzustände des Aufbaus in der Webanwendung quasi in Echtzeit beobachten.

Die Darstellung der verwendeten IoT Architektur, welche dem vom Microsoft empfohlenen Vorgehen entspricht, sorgte für eine rege Diskussion und viele technische Fragen. Ein besonderer Fokus lag auf der Umsetzung der Kommunikation zwischen Geräten und Cloud Plattform  sowie der dafür verwendeten Kommunikationsprotokollen.

Des Weiteren konnte man viel über die Zukunftspläne bezüglich des Einsatzes der Plattform sowie den Business Case dahinter in Erfahrung bringen.

Diese Session fand ich persönlich sehr gelungen, da man die Reaktion von Zühlke auf den aktuellen IoT Trend sehen konnte. Man hat also den Bedarf erkannt, die Probleme verstanden und eine Lösung in Form einer IoT Plattform erarbeitet. Die Entscheidung, eine bereits vorhandene Cloud Plattform (Microsoft Azure) zu verwenden, ist aus meiner Sicht goldrichtig, denn nur so kann man eine Dienstleistung wie die Umsetzung verschiedener IoT Projekte zu einem akzeptablen Preis anbieten und dabei Skalierungs- und Verfügbarkeitsanforderungen erfüllen.

Beyond the Hype: What’s the current global standing of IoT Platforms?

Diese mit sehr viel Inhalt gefüllte Session bot einen guten Überblick darüber, wer die Hauptfiguren auf der Bühne des IoT Theaters sind. Es ging um die vorhandenen IoT Plattformen, welche im Gegensatz zu Microsoft Azure, das man eher als eine Toolbox für IoT Lösungen betrachtet, bereits fertig implementierte Produkte mit jeweils eigenen Einschränkungen und Freiheiten darstellen. Es blieb jedoch nicht bei einer oberflächlichen Darstellung, sondern vielmehr legte der Sprecher es darauf an, ausführliche Ergebnisse der Untersuchungen einiger dieser Plattformen auf deren Tauglichkeit hinsichtlich konkreter Anforderungen zu präsentieren. Die besagten Untersuchungen wurden mithilfe von ATAM (Architecture tradeoff analysis method) durchgeführt. Daraus ergaben sich interessante Erkenntnisse, welche einem dabei helfen, sich in der aktuellen Internet of Things Landschaft besser zu orientieren und die auf dem Markt vorhandenen Angebote besser einzuschätzen. Durch diese Session wird die Frage, ob man eine komplett eigene IoT Lösung entwickelt, auf eine fertige IoT Plattform setzt oder von vorhandenen Komponenten profitiert, die man „nur“ zusammenschweißen muss, etwas leichter zu beantworten sein.

Ich selbst bin zu dem Schluss gelangt, dass die im vorherigen Abschnitt vorgestellte Zühlke IoT Plattform im Vergleich zu den hier vorgestellten Plattformen, ziemlich weit ist und die richtige Strategie verfolgt. Darüber hinaus sparte der gebotene Überblick wirklich viel Zeit. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es deutlich mehr Aufwand erfordern würde (als 45 Minuten zuhören), die betrachteten Plattformen selbst zu untersuchen. Der gegebene Projektkontext half dabei die Erkenntnisse der Untersuchungen einzuordnen und Analogien zu bilden.

Für weitere Fragen rund um die Themen IoT und die IoT-Plattform stehen Ihnen Masanori Fujita und ich gerne zur Verfügung.

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