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Voodoo-Puppe für gestresste Städter

6 Februar 2017
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Lesezeit: 2 Minutes

Am Hackathon Make Zurich standen nicht nur kreative Ideen der 70 Entwickler im Mittelpunkt, sondern auch eine Technologie, auf die Zühlke seit längerem setzt.

«Lärm ist das Geräusch der anderen», wusste schon Kurt Tucholsky. Das sieht man spätestens genauso, wenn man Kinder hat und nachts den Schlaf braucht. Denn dann wird das einst lässige urbane Leben zur Qual. Wie aber kann man seine Wut ausdrücken und eine Lärmbeschwerde einreichen, ohne bei der Polizei vorbeischauen zu müssen? Thomas Amberg hat dazu eine Art Voodoo-Puppe entwickelt, an der man sich nicht nur abreagieren kann. Denn sie ist vernetzt und kann so die Beschwerde übermitteln. Ambergs Projekt war nur eines am Make Zurich, einem Hackathon, der am Wochenende im Event Space Bogen D in Zürich zu Ende ging. Zühlke war einer der Sponsoren.

Zwei Tage lang werkelten knapp 70 Teilnehmer in 17 Teams an Software- und Hardwarelösungen für Aufgaben, die ihnen vom Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ), diversen Ämtern und Open Data Zürich gestellt wurden. Ausser der Voodoo-Puppe gab es am Ende unter anderem einen Sensor für Trams zu sehen, der Schadstoffe in der Luft misst. So könnten feste Messstationen dereinst ersetzt werden. Ein anderes Team entwickelte einen Sensor für Mietvelos. Verlassen sie das Stadtgebiet, wird ein Alarm ausgelöst.

Internet of Things im Blick

Was all die Projekte gemeinsam haben: Sie sind noch nicht fertig geworden. Darauf kam es den Initianten aber auch nicht an. Denn das Ziel der Stadt Zürich ist klar – sie will das Thema Internet der Dinge nicht aus den Augen verlieren. Abfalleimer könnten sich in Zukunft melden, wenn sie voll sind, Parkplätze könnten Daten zu ihrer Auslastung sammeln und Strassenbeleuchtungen nur mit voller Leistung leuchten, wenn sie gebraucht wird.

Sämtliche Daten wurden über ein Lora-Netzwerk übermittelt. Mit einem solchen Low Power Wide Area Network (LPWAN) lassen sich Entfernungen von bis zu 50 Kilometern energiesparend überbrücken. Ein Team des Elektrizitätswerks Zürich betreibt als Pilotversuch ein eigenes Lora-Netzwerk. Die Community von The Things Network arbeitet in über 60 Ländern daran, allen Interessierten ein offenes LORA-Netzwerk für die freie Nutzung zur Verfügung zu stellen.

Wir bei Zühlke setzen übrigens schon seit 2015 auf diese Technologie. So haben wir etwa dem Startup Setza bei der Entwicklung seiner Raumbeschriftungslösung Roomz geholfen: Mit Zühlke Ventures haben wir nicht nur den Business Plan weiterentwickelt. Wir haben die Systemarchitektur aufgebaut. Zühlke hat den Kunden auch bei der Wireless-Anbindung basierend auf Lora (LPWAN von Swisscom) unterstützt.

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