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VDE MedTech zur mobil einsetzbaren Medizintechnik

11 Oktober 2013
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Lesezeit: 2 Minutes

Am 26.9.2013 fand in Frankfurt die VDE MedTech zum Thema „mobil einsetzbare Medizintechnik“ statt. Patientenversorgung wird mobil, das war die einheitliche Aussage dieser Veranstaltung.

Wo wird mobile Medizintechnik eingesetzt werden? Interessanterweise sind es zwei gegensätzliche Lebensumgebungen: Auf der einen Seite werden Städte zu Smart Cities, die durch Vernetzung ihren Bewohnern eine hohe Lebensqualität bieten wollen. Auf der Gegenseite wird es weiter schwach besiedelte Gegenden auf dem Land geben. Beide Lebensumgebungen werden von mobiler Medizintechnik profitieren.

Der Begriff Mobilität umfasst ein breites räumliches Spektrum: Vom mobilen Computertomographen, der in einer Klinik von einem Raum in den nächsten fahren kann, bis zum Forschungsprojekt eines mobilen Dialysesystems, das von Patienten auch in den Urlaub mitgenommen werden kann. Ergänzend wurde auch die Mobilität von Patienten gefordert, zum Beispiel weil qualifiziertes Personal in der medizinischen Versorgung fehlt. Vernetzung ist das zentrale Thema: Nicht nur mobile Geräte und/oder Patienten müssen vernetzt werden, nein, es wachsen auch Wissenschaft und Technik; die Medizin-, Biologie- und Pharma-Branche – also das gesamte Gesundheitswesen – noch enger zusammen.

Warum wird es überhaupt mobile Patientenversorgung geben?

Vier Kernpunkte wurden herausgearbeitet und vorgestellt:

  1. Unfälle: Die Versorgung vor Ort und auf dem Weg ins Krankenhaus kann verbessert werden, wenn zum Beispiel ein „Telearzt“ hinzugeschaltet wird.
  2. Ländliche Versorgung: In weniger dicht besiedelten Gegenden fehlen Ärzte und die Wege sind weit. Zudem gibt es weniger Krankenhäuser und Krankenhausbetten als früher.
  3. Lebensqualität: Kranken Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität (zum Beispiel im Alter) kann geholfen werden, eine höhere Lebensqualität zu erreichen.
  4. Kosteneinsparung: Die Anzahl von Krankenhausaufenthalten kann reduziert werden.

Mobilität und vernetzte Geräte

Es gibt inzwischen viele Beispiele für mobile Medizintechnik, teilweise noch mit Pilotcharakter oder aus der Forschung: Rettungsfahrzeuge sind über Telematik mit dem Krankenhaus verbunden, Ultraschallsysteme benötigen kein Kabel mehr und mobile Systeme zum Beispiel für die enterale Ernährung oder für Dialyse.

Sind wir schon am Ziel?

Nein, denn es gibt viele technologische Herausforderungen, insbesondere die High-Speed-Vernetzung in ländlichen Gegenden und die Vernetzung von medizintechnischen Produkten. Beides sind Grundvoraussetzungen für mobile Medizintechnik. Auch die Anwendbarkeit von Geräten muss vereinfacht werden. Was heute vom medizinischen Personal bedient wird, muss morgen von Patienten bedient werden können. Und die Gesundheitspolitik bietet auch noch eine hohe Hürde: Man kann nicht einfach eine Versorgung von stationär nach ambulant umstellen, da es verschiedene Vergütungskataloge gibt.

Zum Abschluss noch eine spannende Frage, die Professor Dr. Hartmut Gehring uns mitgegeben hat: Warum gibt es noch kein autonomes Fahren der Betten und Geräte?

Heute werden bis zu 6 Personen benötigt, um einen Patienten mit Bett und medizintechnischem Gerät im Krankenhaus zu bewegen. Während die Automobilindustrie bereits dabei ist, dieses Thema zu lösen (autonomes Fahren), diskutieren die Verantwortlichen im Klinikalltag über Baumaßnahmen, weil es keine autonom-fahrende Lösungen in der Medizintechnik gibt.

Kommentare (1)

[…] Beiträge zu diesem Thema: “Mobilität und vernetzte Geräte in der Medizintechnik” und “Four Guidelines for Developing Connected […]

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