TED-Talk Luzern

Keine Angst vor künstlicher Intelligenz

Vor grossem Publikum zu sprechen erfordert Mut. Vor allem, wenn der Auftritt auch per Livestream in die ganze Welt übertragen wird. Matthias, Data Scientist am Standort Zürich, hat sich dieser Herausforderung gestellt. Er sprach beim TED-Talk an der Hochschule Luzern über sein Lieblingsthema: künstliche Intelligenz.

TED X schafft lokale Plattformen für das Teilen von Ideen. (Zühlke)

Warum hast du das Thema künstliche Intelligenz für deinen TED-Vortrag gewählt?

Ich wollte es von einer anderen Seite beleuchten. Es ist gerade ein brandaktuelle Thema und alle sprechen darüber. Ich wollte mit Vorurteilen aufräumen und einen neuen Blickwinkel hineinbringen.

Welchen?

In den Medien wird oft von einer Bedrohung durch künstliche Intelligenz gesprochen. Dies scheint mir in der nahen Zukunft unrealistisch. Die künstliche Intelligenz konnte in den vergangenen Jahren beeindruckende Erfolge aufweisen. Man denke nur an die selbstfahrenden Autos oder das Brettspiel Go. Trotzdem ist diese Technologie zurzeit nur in sehr wohl definierten Grenzen einsetzbar. Es liegt aber letztendlich in unserer Hand, diese Technologie so einsetzen, dass alle davon profitieren – beispielsweise, indem diese Schlüsseltechnologie allen zugänglich ist.

Wie können alle von künstlicher Intelligenz profitieren? (Zühlke)

Warst du nervös vor deinem Auftritt?

Ja, denn 150 Gäste waren im Vorlesungsaal und ausserdem wurde man gefilmt. Meine Frau sass im Publikum, aber ich konnte sie nicht entdecken. Ich konnte nur die ersten Stuhlreihen sehen, weil die Scheinwerfer stark blendeten.

Welche war die grösste Herausforderung für dich?

Eine Schwierigkeit war, dass der TED-Talk auf Englisch gehalten werden muss. Das ist nicht meine Muttersprache. Das Schwierigste aber war ein komplexes Thema so herunterzubrechen, dass ich es in zwölf Minuten erklären kann. Denn länger darf der Vortrag nicht sein. Und es gibt Zuhörer, die sich mit dem Thema gut auskennen und welche, denen die Thematik völlig neu ist. Um einen guten Talk abzuliefern, muss jeder Satz stimmen.

Matthias in Action beim TED-Talk. (Zühlke)

Wie hast du dich vorbereitet?

Die Vorbereitung war intensiv und zeitaufwändig. Ich musste ein Bewerbungsvideo an eine Jury schicken. Sie bestand aus Studenten und Professoren der Hochschule Luzern. Sobald ich die Zusage hatte, haben mich die Veranstalter gecoacht. Ich bekam Tipps zu Inhalt, Länge und Form. Und ein Muttersprachler überprüfte die korrekte Aussprache. Insgesamt machte ich drei Probeläufe des gesamten Vortrages. Immer wieder habe ich daran gefeilt, bis ich endlich auf die Bühne ging.

Würdest du es wieder machen?

Ich würde auf jeden Fall wieder an einem TED-Talk teilnehmen – als Redner oder Zuhörer. TED bietet eine gute Plattform und interessante Kontakte zur Diskussion spannender Themen.

Employer Branding Manager

Nadine Müller

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