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Technologietalente und Unternehmertypen gesucht

16 November 2017
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Banken arbeiten weltweit an der eigenen digitalen Transformation. Der Wettbewerb, aber auch der Austausch zwischen etablierten Marktteilnehmern, Start-ups und branchenfremden Tech-Giganten ist intensiv, wie ein Rundgang am Singapore Fintech Festival zeigt. 

Die Fintech-Welt trifft sich diese Woche am Singapore Fintech Festival. Zur zweiten Durchführung dieser Veranstaltung reisen 25’000 Besucher aus der ganzen Welt an. Ein weiteres Bespiel, dass der Staat Singapur wie ein agiles, schnell handelndes Unternehmen organisiert ist: Die Regierung entschied, dass Digitalisierung ein Topthema ist, entwickelte eine Strategie und Massnahmen dazu. Das Resultat: Singapur ist heute die Nummer 1 im Ranking der digitalisierten Länder (IMD, 2017) und das vom MAS (Monetary Authority of Singapore) organisierte Fintechfestival ist bereits bei seiner zweiten Durchführung die weltgrösste Veranstaltung dieser Art.

Vor wenigen Jahren war Fintech noch nicht auf dem Radar der Banken, doch das änderte sich vor zwei Jahren als klar wurde, das die bestehenden Geschäftsmodelle tatsächlich herausgefordert werden. 2016 begannen die ersten Unternehmen gemeinsam mit Start-ups zu experimentieren und heute sind die neuen Businessmodelle und Technologien die neue Normalität in der Finanzdienstleistungsbranche.

Google und Facebook schlafen nicht

Verschiedene Führungskräfte betonten am Festival, dass nicht die Start-ups die zukünftigen Herausforderer seien, sondern primär branchenfremde Giganten wie Google oder Facebook. Diese besitzen schon heute die direkten Kundenbeziehungen und sind in der Lage, Themen wie Datensicherheit und Datenschutz zu managen.

Diese nun etablierte Wahrnehmung ist sicher einer der Hauptgründe, dass auch zahlreiche Schweizer Bankenmanager und eine Handvoll Schweizer Fintech-Unternehmen die Reise nach Asien nicht scheuten.

Die bekannte Aussage, dass es «Banking immer geben wird, Banken hingehen nicht zwingend» kann heute zumindest aus asiatischer Bankensicht entschärft werden: Etablierte Player wie Standard Chartered, HSBC oder DBS treiben die eigene digitale Transformation mit voller Kraft und erfolgreich voran. Alleine und/oder gemeinsam mit Fintech-Unternehmen. Und wohl jeder verantwortliche Bankenmanager auf dieser Welt hat den Handlungsbedarf zumindest erkannt und weiss, dass jetzt wohl der letzte Zeitpunkt ist, um das eigene Unternehmen für die neue Realität fit zu machen.

Krieg um Talente

Aber auch Fintech-Start-ups stehen vor Herausforderungen, deren Bewältigung morgen und übermorgen über den Unternehmenserfolg entscheidet. In Singapur sagten diverse Gründer, dass es neben den nicht immer einfachen Diskussionen mit Regulierungsbehörden primär darum gehe, noch mehr Tech-Talente zu finden (Stichwort «War for Talents») und es für die Branche wichtig sei, dass noch mehr gut ausgebildete Nachwuchs den Weg ins Unternehmertum wagt.

Zühlke ist seit ein paar Monaten übrigens mit einer eigenen Tochterfirma in Singapur vertreten und unterstützt aktuell mit einem dutzend Experten bereits verschiedene namhafte Marktteilnehmer bei der Entwicklung und Implementierung innovativer Lösungen.

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