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App warnt vor faulen Äpfeln

18 September 2017
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Ein digitaler Modeberater, eine App gegen Food Waste oder ein smartes Gebäude, das im Notfall Rettungskräfte mit lebenswichtigen Informationen versorgt: Dies sind einige der Ideen, die Teams am Hack Zürich bei Zühlke gepitcht haben.

Vergangene Woche hat das Digital Festival Zürich stattgefunden. Eine der Höhepunkte davon ist der Hack. Der Zürcher Hackathon ist der grösste und einer der wichtigsten Europas. 3500 Interessenten aus über 50 Ländern haben sich beworben, 550 davon durften letztlich teilnehmen. Sie hatten vom späten Freitagabend bis Sonntagmorgen rund 40 Stunden Zeit, um ein eigenes Projekt zu entwerfen und als funktionsfähigen Prototyp umzusetzen.

Auch Entwickler von Zühlke waren dabei, gemeinsam mit Swiss Life Lab und Viessmann. Das Motto lautete „Build your own smart home“: Sechs Teams hatten sich angemeldet, um eine eigene Idee für das Internet of Things (IoT) umzusetzen. Am Stand im Technopark konnten sie sich eine Smart Home Box abholen, die unter anderem Tinkerforge Bricks und einen Raspberry Pi enthielt.

Smart-Home-Bauteile für den Hack Zürich.

Die Teams erhielten von Zühlke Bauteile, die sie für ihr Projekt einsetzen konnten. (Zühlke)

Am Sonntagmorgen haben die Teams schliesslich ihre Ideen am Stand von Zühlke gepitcht und vorgeführt. Das Spektrum der präsentierten Projekte war breit: von einem Smart Home, das Rettungskräften im Notfall hilft über eine App, mit der sich die Katze zu Hause aus der Ferne überwachen lässt bis hin zu einer App, die Foodwaste verhindern soll. Die Ideen:

Pet Aware: Besitzer von Katzen oder anderen Haustieren können ihre Tiere mit einem Sensor ausstatten, der ihre Aktivität registriert. Die Lösung interpretiert die Daten und hält den Besitzer über eine App auf dem Laufenden über die Aktivitäten seines Lieblings. Hat das Tier den ganzen Tag geschlafen? Hat es etwas gefressen? Oder zerlegt es mit seinen Krallen gerade die Wohnung?

Safe Home: Eine App ermöglicht die Steuerung und Absicherung des eigenen Heims, damit Kinder oder andere Schutzbedürftigen nichts zustossen kann. Sind die Eltern aus dem Haus, lässt sich beispielsweise der Herd deaktivieren oder die Schublade mit den Messern verschliessen.

Draw2Fashion: Ein Smart Mirror hilft danke der Integration eines Sprachassistenten wie Google Home bei Auswahl und Kauf von Mode. Auf Nachfrage lassen sich etwa online zum Outfit passende Schuhe suchen und auf der Plattform der Wahl bestellen.

FoodAffine: Eine oder mehrere durch Bewegungssensoren gesteuerte Kameras in der Küche registrieren, welche Lebensmittel eingekauft, verwendet oder entsorgt werden. Die Lösung merkt sich, welches Nahrungsmittel wann abläuft und kann den Nutzer darauf aufmerksam machen. Nähern sich beispielsweise die Äpfel dem Punkt, an dem sie ungeniessbar werden, schlägt die App gleich das passende Rezept für einen Smoothie vor, der sich mit den Früchten machen liesse.

HoloBrigade: Sensoren im Haus registrieren, wenn beispielsweise ein Feuer ausbricht. Das intelligente Gebäude ruft die Feuerwehr. Sind die Retter eingetroffen, zeigt ihnen eine App über eine Augmented-Reality-Brille wie Microsofts HoloLens die relevanten Informationen an. Wo genau liegt der Brandherd? Wo befinden sich Insassen die gerettet werden müssen? Wo lässt sich das Stromnetz des Gebäudes kontrollieren?

SpeekyBank: Ein Sparschwein verwaltet Taschengeld für die Kinder. Der Zugriff erfolgt über einen Sprachassistenten wie Amazons Alexa. So können die Kleinen ihr digitales Geld unter Kontrolle halten und beispielsweise erfragen, mit welchen Ämtli sie wieviel Taschengeld hinzuverdienen können. Haben sie ihre Aufgabe erfüllt, sagen sie dies Alexa, und die App schreibt ihnen den entsprechenden Betrag gut. Die Lösung bewegt sich damit nah am smarten Sparkässeli Digipigi, das Zühlke für die Credit Suisse entwickelt und produziert hat.

And the winner is…

Nach den Pitches und Demos galt es für die Verantwortlichen am Stand, einen Gewinner auszuwählen. Hansjürg Inniger, Adrian Lutz und Nicolas Marty von Zühlke, Peter Böhme und Arthur Sturm von Viessmann sowie Myke Näf von Swiss Life Lab entschieden sich schliesslich für FoodAffine. Das Team erhielt ein Preisgeld von 3000 Franken. Den grossen Preis vom Hack Zürich holte sich das Team HoloBrigade, das ebenfalls am Stand von Zühlke gepitcht hat.

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