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The Future of Business

Drei Gründe, warum jeder Leader ein Optimist sein sollte

29 April 2019
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Lesezeit: 3 Minutes

Disruption von Branchen, Wirtschaftsabschwächung, soziales Ungleichgewicht – Es gibt zahlreiche Gründe, um heute Pessimist zu sein. Ich glaube, dass wir trotzdem noch nie in einer besseren Welt gelebt haben als heute und es sich lohnt, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Das Swiss Economic Forum widmet sich 2019 dem Thema „The Optimist Code“ – dem bewussten Ja-Sagen. Ein Ja sei positiv, öffne Räume für Möglichkeiten und Alternativen, nehme die Welt, wie sie sei, und finde darin Opportunitäten, wie das SEF in der Vorankündigung schreibt. Ich stimme dieser Sichtweise zu und bin aus drei Gründen der festen Überzeugung, dass es sich lohnt, Optimist zu sein.

1. Optimismus ist die Voraussetzung für Innovation

Ich glaube, dass Innovationen langfristig Treiber für Wachstum und Wohlstand sind. Für Innovation braucht es eine gute Portion Kreativität, wie auch die Bereitschaft, neue Dinge mit Mut anzugehen und auszuprobieren. Visionäre Optimisten wie Nicolas Hayek, Warren Buffet oder Steve Jobs haben dies bewiesen und waren äusserst erfolgreich.

Innovative Personen bringen aus meiner Erfahrung eine optimistische und unternehmerische Grundeinstellung mit. Sie lassen sich nicht beirren durch Aussagen wie „Das geht nicht“, „Das hat noch nie funktioniert“ oder „Das haben wir schon immer so gemacht“. Im Gegenteil, solche Aussagen treiben innovative Personen erst an. Sie sind deren Motivation. Solche Personen starten einfach und springen ins kalte Wasser, auch wenn nicht alle Daten und Fakten für die Entscheidung vorliegen. Sie probieren es und sind oft, entgegen aller Prognosen, erfolgreich.

Ein Unternehmen tut gut daran diese Personen zu unterstützen. Sie schaffen so die Basis für den Optimismus, der für mich wiederum der Grundstein für Innovation ist. Dies beginnt für Unternehmen beim Rekrutierungsprozess: Bringt die Person eine gewisse Neugierde und die nötige Portion Optimismus mit? Ist sie mutig und bereit, Risiken einzugehen?

2. Mit Optimismus die Dinge auf den Boden bringen

Erfolgreiche Optimisten glauben an ihre Ideen, bleiben aber auch genügend realistisch. Sie sehen Chancen, wo andere primär Probleme und Herausforderungen sehen. Optimisten haben eine klare Vision und gehen unbeirrt ihren Weg. Ihre positive Grundeinstellung und der Ausblick auf den Erfolg treiben sie an. Sie packen Dinge an und bringen sie auf den Boden. Niederlagen und Rückschläge in der Umsetzung nehmen sie als Gelegenheit, das Produkt zu verbessern und das Team weiterzuentwickeln.

In der Aussensicht geht oft vergessen, dass es dabei vor allem auch Disziplin in der Umsetzung braucht, denn nur mit Disziplin können neue Ideen zum Markterfolg gebracht werden. Voraussetzung für Innovation ist also eine Kombination aus drei Faktoren:

Innovation = Kreativität + Optimismus + Disziplin

3. Optimisten ziehen Optimisten an

Es ist bekannt, dass sich gleichgesinnte Menschen anziehen. So ist es auch bei Optimisten – oder möchten Sie als Optimist mit Personen zusammenarbeiten, die nur Probleme sehen und negativ eingestellt sind? Meine Erfahrung hat gezeigt, dass Optimisten im Berufsalltag mehr Chancen erhalten als Pessimisten. Ich führe dies vor allem auf zwei Faktoren zurück:

Einerseits ist die Welt zunehmend unvorhersehbar geworden. Veränderungen kommen rasant, Unternehmen müssen blitzschnell darauf reagieren. Das Umfeld muss schnell darauf vorbereitet werden, denn nur so können notwendige Änderungen in der Praxis umgesetzt werden. Man muss das Positive sehen, um Veränderungen in einem Unternehmen herbeizuführen und Arbeitskolleginnen und -kollegen dafür zu gewinnen. Sind wir mal ehrlich – würden Sie einer Person, die wenig Optimismus mitbringt, ein strategisches Change-Projekt anvertrauen?

Andererseits ist es erwiesen, dass gerade Führungspersonen ihre Teams mit Mitarbeitenden besetzen, die sowohl ähnliche Werte wie auch eine ähnliche Grundeinstellung mitbringen. Personen mit einer eher pessimistischen Grundeinstellung zu Führungspersonen zu befördern, kann darum für ein Unternehmen toxisch sein. Denn es gilt dasselbe: Auch negativ eingestellte Personen bauen Teams mit Mitarbeitenden auf, die ähnliche Werte haben. So schaffen sie ein negatives Unternehmensklima.

Fazit

Optimistische Personen begeistern und helfen, neue Geschäftsideen mit Kreativität und Disziplin zum Markterfolg zu bringen. Optimisten erhalten mehr Chancen im Leben. Stimmen Sie zu? Sind auch Sie ein Ja-Sager? Wie begegnen Sie notorischen «Das geht nicht»-Sagern?

Zühlke ist Partner des Swiss Economic Forum SEF. Das Forum findet am 23. und 24. Mai in Interlaken statt.

Der Autor

CEO & Partner

Nicolas Durville

Kommentare (2)

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Tillmann Luther

27 Mai 2019 um 14:48

Das ist mir aus der Seele gesprochen, bzw. geschrieben. Vielen Dank für diesen positiven, ermutigenden Beitrag.

    Nicolas Durville

    Nicolas Durville

    27 Mai 2019 um 20:00

    Lieber Herr Luther
    es freut mich, dass Ihnen mein Beitrag gefallen hat!
    Beste Grüsse
    Nicolas Durville

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