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Rückblick – Der erste Open Data Day in Hannover

13 April 2016
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Lesezeit: 3 Minutes

Am 05. März 2016 fand erstmals der Open Data Day in Hannover statt und zwar direkt bei Zühlke. Hier sollen die Hintergründe dieser besonderen weltweiten Aktion, die in vielen Städten stattfindet, erläutert und ein Rückblick auf die Aktion in Hannover gegeben werden.

Was ist der Open Data Day?

Offene Daten sind in aller Munde. Nach den großen Vorbildern New York City und Helsinki (Artikel)  gehen auch immer mehr deutsche Städte den Weg und veröffentlichen eigene Daten. Hamburg, Berlin und Köln sind nur drei Beispiele für Städte die bereits ein eigenes Portal für Offene Daten bereitstellen. Sogar Datensätze, welche die gesamte Bundesrepublik betreffen, werden mittlerweile auf govdata.de veröffentlicht.

Doch welche Daten werden überhaupt veröffentlicht? Von den Daten verschiedener Auto-Zählstellen über die geographische Lage der öffentlichen Toiletten, bis hin zu Wahlergebnissen und Haushaltszahlen ist alles enthalten. Die Daten einer breiten Öffentlichkeit transparent zugänglich zu machen ist ein Ziel der Open Knowledge Labs, die 2014 von Code for Germany gegründet wurden. So werden z.B. Haushaltsausgaben visualisiert oder die Verteilung von Spielplätzen innerhalb einer Stadt. Die Arbeit der Open Knowledge Labs hat immer das Ziel, einen Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen und gibt den freiwilligen Teilnehmern ein Umfeld dafür.

Der International Open Data Day ist ein wichtiger Termin für alle Datenenthusiasten, Entwickler, Grafik-Designer und Bürger, die mit ihrem Einsatz den Mehrwert von Offenen Daten aufzeigen. An diesem Tag werden weltweit Hackathons veranstaltet, um auf Offene Daten aufmerksam zu machen. Auch Zühlke hat sich dieses Jahr entschlossen, die Arbeit an und mit Offenen Daten zu unterstützen und den Hackathon in Hannover gesponsert.

Erster Open Data Day in Hannover

So trafen sich am 5. März 2016 insgesamt 11 Interessierte im Zühlke-Büro in Hannover. Eine erste Vorstellungsrunde ergab eine spannende Divergenz an Hintergründen. Mit einer Biologin, einem Mediziner und zwei Informationsmanagerinnen waren nicht nur technisch geprägte Teilnehmer dabei.

Teilnehmer Open Data Day Hannover

Teilnehmes des Open Data Day in Hannover

Entsprechend gab es nach einer offiziellen Begrüßung und einer Vorstellung der initialen Ideen eine spannende Diskussion zu den Projekten, die an diesem Tag umgesetzt werden sollten. Zwei Favoriten zeichneten sich ab:

  • Die Visualisierung von geogetaggten Informationen aus Hannover als Vorarbeit für eine Störungsmeldungsplattform a la Things on Bike Lanes.
  • Das Sammeln und Auswerten von Tweets zum Thema „Flüchtlinge“, um auf lange Sicht ein quantitatives Stimmungsbild und vielleicht einen Stimmungsverlauf aufzeigen zu können.

Beide Gruppen legten gleich los und die erste Stunde verging schnell mit dem Aufsetzen der benötigten Programmierumgebungen und Tools. Das anschließende Mittagessen gab den Gruppen die Gelegenheit sich wieder zu synchronisieren und erste Erfahrungen auszutauschen. Anschließend ging es mit neuen Kräften weiter. Die Tools für die erste Visualisierung von Geodaten, Python und Folium waren bereit und somit fehlten nur noch die Geodaten.

Zum Testen der Funktionalität war die spontane Idee, Kitas in Hannover auf einer Karte zu visualisieren. Diese stehen auf den Internetseiten der Stadt Hannover nur als Adressliste zur Verfügung. Mit Hilfe von BeautifulSoup konnten die Kita-Adressen schnell extrahiert und anschließend geocodiert werden. Ein Jupyter Notebook mit der fertigen Visualisierung finden Sie hier.

Währenddessen wurden im Nachbarbüro fleißig die richtigen Suchworte und Filter getestet. Ziel war es, deutsche Tweets zum Thema „Flüchtlinge“ mit Python einzusammeln und diese in ElasticSearch zu indizieren. Mit Kibana sollten dann Informationen über die eingesammelten Tweets grafisch aufbereitet werden. Nach ersten Suchen auf Twitter wurden geeignete Suchbegriffe wie „Flüchtling“ und „Balkanroute“ zum Vorfiltern der Tweets parametriert. Der Sentiment der Tweets wurde über „textblob_de“ extrahiert und als Zusatzinformation zum Inhalt, Nutzer und den Hashtags des Tweets in der Datenbank gespeichert.

Auswertung Tweet Sentiment

Auswertung Tweet Sentiment

Mit dem Abschluss der beiden Visualisierungen ging auch der Hackathon (der leider viel zu kurz war, um alle ambitionierten Ideen umsetzen zu können) zu Ende. Bei einer abschließenden Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen wurden die Ergebnisse der beiden Projekte gegenseitig vorgestellt. Das abschließende Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv und mit dem Hackathon wurde der Grundstein für das Open Knowledge Lab Hannover gelegt.

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