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Rückverfolgung und Verwaltung von Anforderungen – Buchhaltung für Ingenieure

13 September 2013
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Lesezeit: 2 Minutes

In Projekten aus dem regulierten Umfeld wie beispielweise der Medizintechnik ist es ein Muss, in anderen Projekten sehr empfohlen: Das systematische Verwalten und Rückverfolgung von Anforderungen.
Um was geht es dabei? Vereinfacht gesagt bestehen für ein Projekt verschiedenste Anforderungen (User Requirements, Lastenheft). Deren Umsetzung wird im Rahmen des Konzeptes (Spezifikation, Pflichtenheft) dokumentiert. In der Entwicklung werden die einzelnen Punkte dann beispielsweise in der Software, der Elektronik oder der Mechanik umgesetzt. Anschliessend erfolgen noch Tests und Validierung. Dies muss durchgehend erfolgen, nichts darf vergessen werden.

Die Verwaltung der Anforderungen und deren Abhängigkeiten ist essentiell für typische Fragen, die während einem Projekt auftreten: Sind alle Anforderungen spezifiziert? Wo überall hat eine Änderung der Anforderung Auswirkungen? Wieviele und welche Spezifikationen wurden bereits umgesetzt? Welche Punkte sind schon erfolgreich getestet worden?
Was bei Kleinstprojekten noch von Hand und beispielweise mit (Excel-) Tabellen verwaltet werden kann, ist bei komplexeren oder interdisziplinären Projekten mit hunderten oder mehr Anforderungen nicht mehr manuell möglich, ohne dass sich das Risiko von Fehlern und der Aufwand massiv erhöht.
Bei Zühlke kommt darum beispielsweise der Team Fundation Server zum Einsatz. Der Aufwand für das Setup, die Administration und der Betrieb ist bei grossen Projekten gerechtfertigt. Was aber bei kleineren und mittleren Projekten?
Zühlke hat gute Erfahrungen mit dem NI Requirements Gateway in Projekten sammeln können. Der Vorteil besteht darin, dass dieses Tool auf die Informationen in bestehenden Dokumenten wie EXCEL, Word, Source-Code, PDF-Dateien (z.B. aus CAD-Zeichnungen) zugreifen kann , ohne diese zu verändern. Es hat aber auch Zugriff auf Datenbank-basierende Tools wie DOORS, Access, etc.

Grundkonzept dahinter ist, dass in jeder Datenquelle wie z.B. dem WORD-File mit den Anforderungen, diese mit einer ID versehen werden.
In anderen Dokumenten werden dann die gleichen Tags benutzt, um darauf zu referenzieren. Die Referenzierung kann somit über die verschiedensten Dokumententypen hinaus erfolgen. Auch im Source-Code oder CAD-Zeichnungen können diese ID beispielsweise als Text-Kommentar eingefügt werden.
Im NI Requirements Gateway muss einmalig der Zusammenhang der Dokumente definiert werden. Dies kann grafisch erfolgen. So wird beispielsweise definiert, dass die Anforderungen in einem WORD-File  definiert sind, die Spezifikationen dazu in einer EXCEL-Datei und die Implementation liegt in Source-Code-Files vor.
Basierend darauf kann das Tool daraus die Zusammenhänge automatisch analysieren und grafisch darstellen. Speziell werden dargestellt fehlende Abhängigkeiten. Beispielsweise „Welche Spezifikationen wurden noch nicht umgesetzt?“, „Wo fehlt eine Spezifikation zu einer Anforderung?“ oder „Liegen alle Testspezifikationen vor“?
Diese Informationen sind äusserst wichtig und hilfreich für das Projektmanagement. Entsprechend können diese Informationen auch als Reports gespeichert werden.
Die bereits vorhandenen Schnittstellen im „NI Requirements Gateway“  zu den verschiedensten File-Typen, etc. kann angepasst und erweitert werden. Bei Zühlke können so auch die bestehenden Templates des Zühlke-Entwicklungsprozesses genutzt werden. Während dem Projekt kann mit der gezeigten Lösung einfach die „Buchhaltung“ der Anforderungen, Spezifikationen, etc. realisiert werden, ohne manuelles Nachführen und damit potentiellen Fehlern. Die erstellten Reports sind ein wichtiges Steuerelement für die Projektplanung und das Controlling.
Bei Projektende können dem Auftraggeber alle Dokumente und Report übergeben werden, ohne dass dieser den „NI Requirements Gateway“ besitzen muss.

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