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Responsive Design im Enterprise Umfeld

31 Januar 2014
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Lesezeit: 3 Minutes

In den letzten Jahren haben sehr viele Unternehmen mobile Lösungen für ihre Kunden zur Verfügung gestellt. Zahlreiche Apps wurden dabei sehr schnell auf den Markt gebracht und oftmals in speziell beauftragten Mobile Teams entwickelt. So konnten die Apps in kurzer Zeit auf den Markt kommen und bestehende organisatorische Hürden umgangen werden. Diese Schnelligkeit und Unabhängigkeit hat sich meist nicht nur auf das Erscheinungsdatum ausgewirkt. Entsprechende Apps sind aufgrund des Drucks als „Firstmover“ mit dabei zu sein, auch technisch unabhängig von vorhandenen Lösungen und dem Enterprise Umfeld gebaut worden. Je nach Anwendungsfall gab es dabei durchaus auch eine Integration der Apps in vorhandene Back-end Systeme. Jedoch spielte eine Gesamtbetrachtung der Applikationslandschaft hinsichtlich Vielfalt von Plattformen und Technologien oft zunächst keine Rolle. Kurzfristige Benefits müssen somit mittel- und langfristig auf den Prüfstand.

Vielzahl an Kanälen, Technologien und Plattformen im Griff?

Mit auch heute noch meist nativ entwickelten Apps können Unternehmen den Kunden im mobilen Kontext ein optimales Nutzungserlebnis bieten, das perfekt auf das entsprechende Betriebssystem (z.B. iOS, Android OS, Windows Phone) abgestimmt ist. Im Enterprise Umfeld findet sich meist eine Koexistenz dieser mobilen Lösungen mit etablierten Web-Applikationen und Portalen. Entsprechend beschäftigen sich immer mehr CIOs und IT Verantwortliche, wie diese Vielfalt künftig noch beherrscht werden kann. Der notwendige Vorhalt an Know-how ist immens und der Aufwand sowie die Total Costs of Ownership schnell sehr hoch: aus Sicht Kunde und Business handelt es sich um verschiedene Kanäle (Multi-/Cross-Channel), die sinnvoll orchestriert sein müssen. Aus Sicht IT handelt es sich zudem aber auch um zig verschiedene Plattformen und Technologien (Cross-Platform, Cross-Technology).

Die Enterprise IT braucht eine Online Strategie

Im Gegensatz zu einer nativen App- bzw. Mobile-Strategie wäre es sicherlich auch möglich, vorhandene Web-Applikationen für mobile Geräte zu optimieren. Grundsätzlich können viele verschiedene Versionen einer Seite gebaut werden, um auf verschiedene Geräte und Bildschirmgrössen zu reagieren. Da es immer mehr verschiedene Geräte gibt, gibt es hier die gleiche Herausforderung wie bei nativen Apps: die schiere Vielfalt führt schnell zu einem Wildwuchs, der sich kaum noch sinnvoll betreiben und warten lässt.

Konzeptionelle Darstellung der Unterschiede bei der Anziege von Inhaltselementen je nach Formfaktor im Sinne von Responsive Design

Responsive Design ist die Antwort der Enterprise IT auf die Anforderungen von Cross-Channel und Cross-Device Lösungen

Eine zukunftsfähige Online Strategie sollte daher auf Responsive Design aufbauen. Auf Basis von HTML5, CSS3 und JavaScript können mit einer einzigen Technologie sehr viele Kanäle gleichzeitig optimiert bedient werden. Responsive Design bedeutet dabei, dass einfach auf verschiedene Geräte und Bildschirmgrössen reagiert werden kann: Grösse, Breite und Höhe aller Bildschirmelemente passen sich an, die Platzierung von Navigations- und Inhaltselementen verhält sich flexibel und je nach Platz werden Inhalte vollständig oder verkürzt angezeigt.

Mit Responsive Web Design bezeichnet man den Ansatz, auf die unterschiedlichen Anforderungen von Geräten in verschiedenen Grössen zu reagieren und eine optimal angepasste Seite darzustellen. Dabei wird die gleiche Seiteninformation (HTML) durch unterschiedliche Gestaltung (CSS) anders angeordnet. Eine Seite könnte z.B. einspaltig auf dem Smartphone, zweispaltig auf einem Tablet und drei- bis vierspaltig auf mittleren bis grösseren Monitoren dargestellt werden. Ebenfalls können z.B. Buttons auf Touch-fähigen Geräten grösser dargestellt werden. Beispiele für solche Seiten findet man unter http://mediaqueri.es.

Den klaren Trend in Richtung HTML5 greift auch die Zeitschrift Computerworld in ihrer Zusammenfassung der Gartner Megatrends für 2014 auf. Auch gemäss Gartner ist es absehbar, „dass HTML5 die wichtigste Entwicklungsumgebung für Unternehmen wird„. Auf die wachsende Nachfrage nach Responsive Design Lösungen bereiten wir uns bei Zühlke intensiv vor. Während wir bereits umfassende Enterprise Responsive Projekte mit unseren Kunden umsetzen, bilden sich unsere UI-affinen Mitarbeiter im Bereich HTML5 und JavaScript aus. Unser Know-how geben wir auch in Kursen weiter.

Kommentare (1)

[…] responsiver Webauftritt besticht. Es entspricht der steigenden Kundenerwartung, Seiten übers Mobiltelefon und Tablet von […]

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