Neues von der Embedded World

13 März 2018
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Lesezeit: 2 Minutes

IoT ist Mainstream

Tatsächlich ist das Highlight der diesjährigen Embedded World der Mangel an Höhepunkten. Warum ist das aber nicht unbedingt etwas Schlechtes? Der aktuelle Entwicklungsstand tut einer Branche gut, die die vergangenen Jahre in einem manischen IoT-Fieber verbracht hat. Statt Hype und Superlativen ist als übergreifender Trend jetzt die Normalisierung des IoT zu erkennen. Die bisherigen Versprechungen und Erwartungen sind letztendlich realistischer geworden. Es überwiegt der Eindruck, dass die dargebotenen Lösungen auch wirklich Sinn machen und Mehrwert bieten. Das IoT ist sozusagen gelandet.

Nicht unerwartet, wird Sicherheit im Kontext des IoT wichtiger. Inzwischen gibt es Standardlösungen für Secure Boot und Secure Device Management bis hinunter zum Microcontroller. Halbleiter- und Werkzeug-Hersteller beginnen diese Technologien in ihren SDKs zu unterstützten. In Zukunft wird es für sichere Geräte keiner speziellen Chips mehr bedürfen, da auch Wald-und-Wiesen-Microcontroller die erforderlichen Bausteine bereits integriert haben.

Die  Technik-Trends der Embedded World

IoT Fog Edge Solutions

Eine größere Rolle spielen dieses Jahr auch Edge-Computing und Fog-Computing. Trends, auf die alle nennenswerten Hersteller von Industrie-PCs aufspringen. Natürlich ist es zum Teil Business-As-Usual mit ein bisschen Cloud-Anbindung – sozusagen alter Wein in neuen Schläuchen. Im Gegensatz dazu ist „echtes“ Edge-Computing eine ernstzunehmende Innovation: Das beschleunigte Ausrollen von Anwendungen von der Cloud in die Edge, durch Standardisierung und Virtualisierung der Edge-Komponenten und Containerisierung der Anwendungen. Die Reaktion der Hersteller darauf ist unterschiedlich: Manche arbeiteten an eigenen Plattformen, manche setzen auf „Azure IoT Edge“ und manche wollen bloß Hardware verkaufen.

Ein wenig überraschend schien die breite Unterstützung hinter „RISC-V“. Dabei handelt es sich um eine Open-Source Prozessor- oder Controller-Architektur. Zu einem Zeitpunkt wo ARM und seine Produkte sich am Markt weitgehend durchgesetzt haben erwächst unerwartet neue Konkurrenz, deren weitere Entwicklung wir gespannt verfolgen dürfen. Es wird sich zeigen, ob der Support weiter anhalten wird. Vorläufig ist das Einsatzgebiet hauptsächlich auf FPGAs und ASICs beschränkt, aber falls der Trend sich als nachhaltig erweist, sind in den nächsten Jahren auch Standard-Microcontroller mit RISC-V zu erwarten.

Im Bereich der Embedded Betriebssysteme gewinnt ARM Mbed weiter an Raum. Es kommen laufend Features hinzu, z.B. mehr unterstützte Hardware, mehr Treiber, mehr Protokolle und Middleware, mehr Unterstützung für Entwicklungs-Werkzeuge. Es verfügt in der Zwischenzeit auch über eine Cloud-Plattform zur IoT-mäßigen Verwaltung von Geräten. Auch die Azure Client-API ist für Mbed portiert. ARM Mbed verändert die Embedded Software Entwicklung nachhaltig. Das gilt auch für Projekte, die aus guten Gründen nicht auf Mbed setzten. Aber jede bestehende und zukünftige Software-Plattform muss sich an Mbed messen, der Maßstab wird dramatisch angehoben.

Im Anschluss: Der Zühlke Round Table

Wir widmen unseren ersten Zühlke Round Table des Jahres 2018 in Wien dem Thema „Embedded“ und zeigen nicht nur Trends und weitere Neuheiten der diesjährigen „Embedded World“ in Nürnberg, sondern präsentieren auch wichtige key learnings aus unseren Embedded-Projekten. Außerdem stellen wir uns der Diskussion „OS vs. non-OS“ und geben Ausblicke auf das kommende Jahr.

Ihren freien Platz und weitere Informationen zu unserem kostenlosen Angebot sichern Sie sich hier. Anmeldeschluss ist der 25. März 2018.

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