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Native vs. HTML5 – was ist die richtige Mobile Strategie?

22 April 2013
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Lesezeit: 3 Minutes

Die rasante Entwicklung des Marktes hat zu einer erheblichen Fragmentierung der verfügbaren mobilen Geräte und Plattformen geführt. Die Wahl der richtigen Mobile Strategie und der damit verbundene Technologieentscheid  – ob nativ, Web-, Hybrid- oder Cross-Plattform-Applikation – ist für viele Unternehmen eine grosse Herausforderung. Mobile Applikationen sind dabei nicht nur im Bereich Business-to-Customer (B2C), sondern auch für Business-to-Business (B2B) und Business-to-Employee (B2E) relevant. Um so mehr Kanäle ein Unternehmen anbieten muss, um so stärker ist es der Fragmentierung ausgesetzt und muss die Mobile Strategie im Kontext von Nutzen und Kosten genau abwägen.

In unserem Zühlke Whitepaper habe ich diese Herausforderung schon früher zusammen mit zwei Kollegen diskutiert. Wenn ich heute native Lösungen solchen mit HTML5 gegenüberstelle, komme ich auf folgendes Ergebnis:

native-vs-html5

HTML5 hat die Landschaft der Web- und Rich Internet Applications stark verändert, wie Nikolaos Kaintantzis in seinem Beitrag an der GOTO Zürich 2013 näher erläutert hat. Für Anwendungen mit hoher Interaktivität, bei denen auch die User Experience einen wichtigen Stellenwert hat, empfiehlt er aber weiterhin native Apps.

Zusammenfassend empfehle ich das folgende Vorgehen bei der Suche nach der richtigen Mobile Strategie für ihr Unternehmen:

  • Eine Mobile Strategie sollte die Ziele des Unternehmens, darunter den Business Case, sowie die Ziele und Use Cases der Benutzer in einen Kontext setzen. Dabei stehen Customer Experience und User Experience meist der Investition und den Betriebskosten gegenüber. Die Value Proposition einer Lösung für Kunden und Benutzer muss gegenüber den Total Costs of Ownership abgewägt werden. Je stärker die User Experience gewichtet wird, desto relevanter werden native Ansätze. Bei einer reinen Kostenbetrachtung sind Cross-Platform Ansätze mit HTML5 im Vorteil. Eine pauschale Empfehlung, die für alle Unternehmen gilt, gibt es nicht.
  • Seien Sie skeptisch gegenüber Strategien, bei denen alle Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden sollen. Die verschiedenen Plattformen, Formfaktoren und schliesslich auch die Benutzerbedürfnisse variieren so stark, dass die pauschale Wahl eines solchen Ansatzes hohe Risiken birgt. Entscheiden sie im Kontext von Zielen, Nutzen und Kosten über die richtige, spezifische Strategie für ihr Unternehmen.
  • Hybride Lösungen werden zunehmend attraktiver. Web-Apps bzw. HTML5 Content der in eine native App „gewrapped“ wird ist eine interessante Variante, bei denen Vorteile aus beiden Technologien orchestriert werden können. Ebenfalls in Frage kommen Webseiten, die mit Responsive Design (1) umgesetzt wurden, und native Inhalte ergänzen. Prüfen sie diese Möglichkeiten unbedingt sorgfältig. Er ermöglicht die Co-Existent von Web- und nativen Lösungen. Zum Beispiel können Inhalte dann je nach Relevanz oder Interaktivität unterschiedlich umgesetzt werden.
  • Denken Sie nicht nur an die Entwicklung „schöner Apps“, sondern auch an die end-to-end Integration sowie die Bereitstellung entsprechender Services und Schnittstellen. Eine schlechte Architektur verursacht mit hoher Wahrscheinlichkeit Probleme bei nicht-funktionalen Anforderungen wie Performance oder Security. Dies wiederrum wirkt sich schnell auf die User Experience aus.

Referenzen

  1. Wikipedia: Responsive Webdesign
  2. Business Insider: „HTML5 vs. Apps: Where The Debate Stands Now, And Why It Matters
  3. Forbes.com: „HTML5 Vs. Native Mobile Apps: Myths and Misconceptions

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