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Mut zur Innovation

Mut ist seit kurzem einer der neuen vier Grundwerte von Zühlke. Was ist passiert?

Bereits 2009 äusserte sich Philipp Sutter, CEO von Zühlke, im Magazin „Computerworld“ zu diesem Thema. Er hielt dazu an, „Denkmuster aufzubrechen und Mut zur Innovation zu zeigen“. Die Idee ist also schon älter.

Doch warum ist dieser Mut zur Innovation wichtig?

Ein vielzitiertes Fallbeispiel ist die Firmengeschichte von Kodak. Als Technologieführer hatte Kodak damals nicht den Mut, in den aufkommenden Digitalkamera-Markt einzusteigen, da es ihr bestehendes Geschäft im analogen Sektor gefährden könnte. Diese Passivität führte schlussendlich zum Untergang des Unternehmens, denn die neue Technologie entwickelte sich explosionsartig.

Dies ist kein Einzelfall. Die Realität ist: entweder man innoviert selbst oder jemand anderes tut es – und hat eine gute Chance, den bisherigen Markt zu überholen, denn das Wachstum im Anfangsstadium einer neuen Technologie verläuft meist exponentiell. Dieser Effekt ist auch als Innovator’s Dilemma bekannt.

Ein zunehmendes Verständnis für die schnelllebige Veränderung der Industrielandschaft lenkt Firmen aller Art auf neue und spannende Wege, um langfristig erfolgreich sein zu können.

Innovation bringt viele Risiken und Unsicherheiten mit sich. Wie damit umgegangen wird, möchte ich anhand von drei Beispielen aufzeigen.

Mut zur Innovation #1 – beim Fire Island Pines Pavilion

Ein spannendes Beispiel, welches mir im Kopf blieb, kommt aus der Architektur.

Aus Angst davor, dass neue Gebäudeformen für die Bevölkerung befremdlich wirken, wagen sich Architekten häufig nicht zur Innovation, erklärt Mark Kushner in seinem TED Talk.

Für den Wiederaufbau eines Community-Gebäudes schwebte seiner Firma eine ungewöhnliche und neuartige Form vor. Doch der Bau ist teuer und zeitaufwändig. Zu diesem Zeitpunkt ist es sehr schwierig abzuschätzen, wie die Gemeinschaft das Gebäude bei seiner Fertigstellung aufnehmen wird.

Fire Island Pines Pavillion
Fotorealistisches Rendering des neuen Community-Gebäudes (Bild: YouTube)

Anstatt sich vor dieser Unsicherheit abschrecken zu lassen, suchte und fand die Architekturfirma einen anderen Weg: Mark’s Firma fertigte eine Reihe von fotorealistischen Bildern des Gebäudes an und teilte diese mit der Gemeinschaft über Instagram und Facebook. Zu diesem Zeitpunkt – das Jahr ist 2011 – sind die Möglichkeiten von Social Media noch weitgehend unerforscht; Instagram gibt es seit 2010.

Das Resultat: Die Leute aus der Gemeinschaft begannen mit den Bildern zu interagieren. Zu kommentieren. Sie zu liken oder auch zu hassen. Durch diese Auseinandersetzung begannen die Leute sich bereits frühzeitig damit zu identifizieren und sie zu einem Teil des kollektiven Bewusstseins zu machen.

Als das Gebäude zwei Jahre später fertig gestellt wurde, wurde es von der Community mühelos als Teil ihrer Kultur angenommen. Ein voller Erfolg!

Mut zur Innovation #2 – bei Amazon Go

Gleich mittendrin im Geschehen sind wir bei Amazon Go. Im Dezember letzten Jahres veröffentlichten sie überraschend ein Video über die Zukunft des Einkaufens:

Amazon Go
Amazon Go und die Zukunft des Einkaufens

Die Vision: eine Experience voller Leichtigkeit und ohne Stress.

Auf dem YouTube Channel Nerdwriter wird das Vorgehen analysiert: die Idee dieses unkomplizierten Einkaufens würde von der Öffentlichkeit internalisiert, wodurch eine Erwartungshaltung geschaffen würde, welche schlussendlich die Veränderung einleite.

Trotz einer gefestigten und führenden Rolle im Cloud-Markt erprobt Amazon also neue Ideen, mit der sie laut Jeff Bezos, CEO von Amazon, ihre Agilität stärken wollen.

Ebenfalls vermutet Nerdwriter, dass Amazon diesen Service in Zukunft an andere Geschäfte lizensieren würde, und dadurch aus einer starken Position hinaus in den gigantischen Einzelhandelsmarkt einsteigen könne.

Mit ihrer Strategie beweisen sie, meiner Meinung nach, einen weitreichenden Blick in die Zukunft. Gespannt verfolge ich die weitere Entwicklung!

Mut zur Innovation #3 – bei Zühlke Rent-a-Startup

Auch unsere Kunden erkennen die Notwendigkeit, langfristig radikal neue Wege hinsichtlich Technologie und Geschäftsmodell zu erproben. Als Dienstleister empfinden wir bei Zühlke eine Verantwortung, unsere Erkentnisse zu den Themen Mut und Innovation auch unseren Kunden zu Gute kommen zu lassen.

Aus diesem Grund riefen wir Rent-a-Startup ins Leben – Agilität und Innovation als Dienstleistung:

Rent-a-Startup Modell
Das Modell von Rent-a-Startup (Bild: Zühlke)

Durch Rent-a-Startup können unsere Kunden in kürzester Zeit neue Strategien erproben; mit der Agilität eines Startups und der Verlässlichkeit von Zühlke.

Abschliessende Gedanken

Das Erproben von neuen Ideen in schnellen und agilen Iterationszyklen in einem langjährigen Unternehmen wurde unerlässlich, denn unsere Industrie verändert sich schneller als je zuvor.

Die Erfahrung lehrt uns, dass es sehr hilfreich ist, im Vorfeld ein Bedürfnis zu schaffen, um schlussendlich eine weitreichende Akzeptanz des Endprodukts zu erzielen.

Dieser Zyklus führt uns fortlaufend zu neuen Errungenschaften und zwingt uns in einem positiven Sinne zur Weiterentwicklung.

Ich freue mich auf die Zukunft und bei vielen spannenden Entwicklungen dabei zu sein!

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