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Modern Collaboration – Herausforderungen für das moderne Unternehmen

10 Juni 2014
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Lesezeit: 3 Minutes

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass in regelmässigen Abständen bestimmte Themen einen regelrechten Hype erleben und man an jeder Ecke, immer wieder das Gleiche hört und liest?

Insbesondere in den letzten Jahren ist der Begriff „Collaboration“ zu einem Buzz-Wort mutiert. Obwohl das Business die Chance, die hinter diesem Begriff steckt, erkannt hat, befindet sich „Collaboration“ aus Perspektive der ICT noch in einer frühen Phase. Machen wir jedoch einen Schritt zurück und bewegen uns weg von der modernen, digitalen Welt und dem Buzz-Wort „Collaboration“. Was bedeutet „Zusammenarbeit“ in der analogen Welt? Die analoge Welt, die man bis vor 10-15 Jahren aus dem Alltag kannte, die keine Chats, Shared Work Spaces oder automatisierte Workflows hatte. Damals sowie auch heute ist es wesentlich, so glaube ich, dass man sich den Begriff „Zusammenarbeit“ vor Augen führt als eine Tätigkeit, bei der Menschen zusammenkommen, um an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten. Nun ist aber noch immer die Frage nicht beantwortet: Warum ist „Collaboration“ / „Zusammenarbeit“ in der nun digitalen Welt so aktuell? Meines Erachtens sind hier 3 Aspekte von wesentlicher Bedeutung, die sich gegenseitig bedingen und teilweise auch verstärken.

Kreativität statt Routine

Unternehmen existieren in Prozessen. Prozesse helfen wie bei einem Rezept oder einer Schritt-für-Schritt-Anleitung Komplexität zu reduzieren. Sie helfen das Ergebnis in ihrer Erwartbarkeit sowie den Durchlauf zu steuern. Es gibt Prozesse, die sind strukturiert, effizient und die Qualität des Ergebnisses ist gut prognostizierbar. Andere wiederum sind völlig gegenteilig, wie zum Beispiel kreative Prozesse. Diese entstehen „spontan oder ad-hoc“, bedingen Zusammenarbeit zwischen Menschen. Die Zusammenarbeit bewirkt, dass explizites und vor allem implizites Wissen verknüpft und daraus neue Erkenntnisse entstehen. In der modernen, digitalen Welt schreitet die Automatisierung und Computerisierung des erstgenannten Prozesstyps voran. Bei Routinetätigkeiten werden Menschen von Maschinen und/oder Computern ersetzt. Folglich wird die Mehrheit der Arbeitskräfte in die zweitgenannte Gruppe von Tätigkeiten „gedrängt“. Zusammenarbeit fördert Kreativität und somit Innovation.

Globalisierung – Verteilte Organisationen

Seit Jahren verfolgt uns der Begriff „Globalisierung“. Das Öffnen von Märkten, die Reduktion von Handelsbarrieren und der Zugang zu qualifizierten und/oder kosteneffizienten Arbeitskräften haben unter Anderen bewirkt, dass die Welt und deren Wirtschafträume näher zusammenrücken. Eine grosse Anzahl von Unternehmen hat entweder eine verteilte Wertschöpfung mit Standorten rund um den Globus und/oder erschliesst Märkte abseits von der „ursprünglichen Heimat“. Die Arbeitskräfte sind verteilt und sitzen oftmals 100te Kilometer weit auseinander. Das stellt Zusammenarbeit vor eine neue Herausforderung.

Arbeitkräfte von heute und morgen

Die Generation Y, Millennium, Digital Native … Unterschiedliche Altersgruppen, Wertvorstellungen, Weltanschauungsmodelle. Jedoch ist eines festzustellen, egal welche Altersgruppe der Generationen <30 betrachtet wird, ziehen sich wenige Merkmale durch – Online, Mobil. Die heutige Jugend und die Arbeitskraft von heute und morgen ist und möchte ständig online sein – sharen, posten, kollaborieren – und das mit handlichen mobile Geräten, von zuhause aus, in der Strassenbahn oder im Kaffeehaus. Jetzt und überall mit der Welt, mit der Familie und den Freunden verbunden sein.

Fazit

Arbeitskräfte sind mehr denn je darauf angewiesen zusammenzuarbeiten. Die heutigen Unternehmen stellen mit ihren geographisch verteilten Wertschöpfungen die „traditionelle, face2face“ Zusammenarbeit vor schwer lösbare Herausforderungen. Die jungen Generationen von heute sind es hingegen gewohnt mit den neuen Technologien umzugehen und haben ein Leben, das online und gesharet stattfindet. Kurz gesagt, Zusammenarbeit muss um Berufsalltag stattfinden, jedoch sind die Arbeitskräfte nicht alle an einem physischen Ort. „Collaboration“ setzt genau an dieser Stelle an und zielt darauf ab, die Menschen durch ICT-Lösungen wieder näher zueinander zu bringen. Der Begriff wurde zum Buzz-Wort, weil man Menschen wieder näher zusammenbringen möchte, um deren Zusammenarbeit zu fördern. Zudem kann die heutige und zukünftige Generation an Arbeitskräften nicht nur mit den entsprechenden Technologien umgehen, sondern fordert vielmehr den Einsatz solcher Technologien. Der Arbeitgeber ist gefragt.

Schauen Sie zur Verbildlichung folgendes Video (schöner und kreativer Beitrag von RSA (Royal Society for the encouragement of Arts, Manufactures and Commerce)):

Kommentare (2)

[…] Modern Collaboration – Herausforderungen für das moderne Unternehmen Sehr schöner Artikel über Zusammen arbeiten: “Warum ist „Collaboration“ / „Zusammenarbeit“ in der nun digitalen Welt so aktuell? Meines Erachtens sind hier 3 Aspekte von wesentlicher Bedeutung, die sich gegenseitig bedingen und teilweise auch verstärken.” […]

Elmi Osman

3 Juli 2014 um 10:33

Dem stimme ich absolut zu. Parallel zur Entwicklung von ICT Lösungen, welche diese Art von „Collaboration“ unterstützt, müssen unbedingt auch die Kompetenzen der Mitarbeiter weiter und in die korrekte Richtung entwickelt werden.

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