Mit Blockchain & Co. zu besseren Medikamenten

26 Januar 2018
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Lesezeit: 2 Minutes

Data Analytics im Gesundheitswesen – das verspricht bessere Medikamente und individuelle Therapien zum Wohle aller. Ein Hindernis hierbei sind jedoch die Anforderungen an den Schutz der Patientendaten. Eine Lösung scheinen nun die neuen Kryptotechnologien zu bieten, wie sie gerade im Zuge des Bitcoin-Hypes große Beachtung erfahren.
Die neueste Generation dieser Technologien ermöglichen es Nutzern, in dezentralen Systemen nachvollziehbar festzulegen, wem sie welche Daten zur Verfügung stellen.

Im Gesundheitswesen können diese Daten aus ganz unterschiedlichen Quellen stammen – seien es klinische Studien, vernetzte Medizinprodukte, Patientenakten und auch von den Patienten selbst. Mit Kryptotechnologie der neuesten Generation kann jeder selbst entscheiden, welche Daten er für seine persönliche Therapie und welche er für Forschungszwecke weitergeben möchte. Davon könnten in Zukunft sowohl die Patienten als auch die Pharmaindustrie profitieren.

Blockchain und Smart Contracts

Kryptowährungen nutzen die sogenannte Blockchain-Technologie und funktionieren so vollkommen dezentral. Als bekanntester Vertreter hat Bitcoin als Blockchain der ersten Generation seinen Schwerpunkt in der Nutzung ähnlich einer Währung. Blockchains der zweiten Generation, wie z.B. Ethereum, bieten mit Smart Contracts schon deutlich mehr Funktionen und können beispielsweise dazu genutzt werden, Verträge abzuschließen, die automatisch in Kraft treten, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Wie nah an der Praxis solche Lösungen schon heute sind, zeigt das Startup Unibright, mit dem Zühlke Ende 2017 eine Partnerschaft geschlossen hat. Die Gründer von Unibright haben viel Erfahrung in der Integration von B2B-Prozessen im SAP-Umfeld gesammelt. Nun möchte Unibright solche B2B-Geschäftsprozesse mit Blockchain-Technologien revolutionieren. Smart Contracts sollen hierbei Beziehungen zwischen drei oder mehr Geschäftspartnern regeln und neue Potenziale in der Supply Chain erschließen.

Kryptotechnologie ohne Blockchain

Blockchains der dritten Generation ermöglichen die Entwicklung verteilter Applikationen (dApps) und streben danach, die technischen Nachteile der Blockchains, z.B. in den Bereichen Skalierbarkeit, Durchsatz und Energieverbrauch zu eliminieren. Ein Beispiel, das in den vergangenen Monaten stark an Bekanntheit gewonnen hat, ist IOTA .

IOTA setzt auf eine Kryptotechnologie, die ohne Blockchain auskommt und somit noch schlanker große IoT-Datenmengen dezentral handhaben kann. IOTA hat den Wert seiner Tokens durch die Bekanntgabe der Zusammenarbeit mit Bosch und VW in den Bereich einiger Milliarden Euro gebracht. Bei Zühlke verfolgen wir mit großem Interesse das Ocean Protocol und stehen in Kontakt mit den Treibern dieser Technologie. Besonders spannend in diesem Zusammenhang sind auch erste Referenzprojekte zur Nutzung in klinischen Studien an einem deutschen Krankenhaus.

Die Zeit ist reif für Pharma

Die beiden Beispiele Unibright und Ocean Protocol zeigen, dass der Zeitpunkt gekommen ist, die Anwendungsfelder für die neu entstandenen Möglichkeiten zu identifizieren , die passenden Technologien auszuwählen und funktionierende Lösungen zu pilotieren. Wir bei Zühlke stehen bereit für diese innovative neue Herausforderung.

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