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Mind the geek – DevoxxUK

30 März 2013
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Lesezeit: 3 Minutes

Das erste Mal habe ich die Devoxx 2012 in Antwerpen aufgrund einer Empfehlung besucht – und war begeistert! Da wollte ich wieder hin! Dieses Jahr bot sich gleich dreimal die Gelegenheit: Devoxx 2013 in Antwerpen, DevoxxFR in Paris und die erstmals stattfindende DevoxxUK in London. Da mir der Termin dieses Jahr besser gepasst hat (und es Direktflüge von München nach London gibt), habe ich mich entschieden die DevoxxUK in London zu besuchen. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Qualitativ hochwertige und sehr interessante Vorträge

Konferenzen sind gut geeignet um Gleichgesinnte zu treffen, sich auszutauschen und sie bieten Raum Neues auszuprobieren. Die Devoxx wird von den Java User Groups organisiert und ist daher ganz nah an den interessanten Neuerungen und hat die entsprechend gut informierten und kompetenten Referenten im Programm. Die Vorträge sind keine Marketingveranstaltungen und man hat als Zuhörer das gute Gefühl, dass die Referenten wirklich Ahnung von dem haben, über das sie sprechen. (Gute Beispiele dieses Jahr waren z.B. „Performance Testing Java Applications“ von Martin Thompson1 und „Caching in: Understand, measure and use your CPU Cache more effectively“ von Richard Warburton.)

Ich persönlich interessiere mich besonders für die Themen Software Craftsmanship und Clean Code und fand daher dieses Jahr die Vorträge „What do you mean, backwards compatibility?“ von Trisha Gee und „Functional is cool, but do we know OO?“ von Sandro Mancuso besonders interessant. Trisha Gee hat über die lauernden Monster, wie Abwärtskompatibilität, bei der Neuentwicklung des Java MongoDB-Treibers erzählt. Sandro Mansuco hat in seinem Vortrag die SOLID-Prinzipien ausführlich und anhand von Beispielen erklärt. Er ist Mitgründer der London Software Craftsmanship Community (LSCC) und Autor des Buches „Software Craftsmanship – Professionalism Pragmatism Pride“.

Werbebanner Devoxx UK mit der Aufschrift "The conference for developers by developers March 26th - 27th 2013"

Devoxx UK Banner

In die Kerbe der Software Craftsmanship schlugen auch Kevlin Henney, mit seiner tollen Keynote „The Programmer“ und Markus Eisele mit seinen „7 deadly sins in JavaEE“ (sehr niedlich anhand der Spongebob-Charaktere visualisiert).

Außerdem gab es Vorträge, aus denen man direkt profitieren konnte. Ich nehme z.B. eine Menge nützliche Tipps für den Umgang mit eclipse aus Rabea Gransbergers Vortrag „Effective IDE Usage“ mit. Auch der Vortrag „Hardening you Android App“ von Scott Alexander-Bown enthielt sehr viel wissenswertes, um seine App sicherer zu implementieren.

Aber Devoxx ist mehr….

Die Devoxx zeichnet sich aber nicht nur durch ihre exellenten Vorträge aus, sondern auch durch die vielen anderen Angebote. Es gibt „Hands On Labs“, in denen die Teilnehmer angeleitet von einem Experten experimentieren können (z.B. mit dem Raspberry Pi oder Java Lambdas). Für alle, für die es keine passende Session gibt, gibt es den „Hacker Garden“, in dem jeder programmieren kann, was er möchte (z.B. sich in einem OpenSource-Projekt einbringen) und kann sich hierfür Unterstützung von den vielen Experten holen, die dort präsent sind.

Zusätzlich gibt es sogenannte „Birds Of A Feather sessions“ (BOFs) in denen die Teilnehmer eher informell zusammen kommen und über bestimmte Themen sprechen, sich in bestimmten Gruppen treffen, usw. (z.B. gab es ein Treffen der jDuchess, ein Netzwerk für Java-Entwicklerinnen).

Immer eine Reise wert!

Die DevoxxUK ist (bzw. war zumindest in diesem Jahr noch) wesentlich kleiner und wirkt daher etwas familiärer. In London kamen ungefähr 500 Entwickler zusammen, während es letztes Jahr in Antwerpen ca. 3400 Teilnehmer waren. Das tut allerdings der Stimmung keinen Abbruch. Sehr viel effektvoller war allerdings die Devoxx in Antwerpen, denn sie findet in einem riesigen Kinokomplex statt (Präsentationen auf Kinoleinwänden und sitzen in Kinositzen hat echt was 😉 ) und die Party wird in einer Disco direkt nebenan gefeiert.

Ich kann nur jedem Java-Entwickler empfehlen die Devoxx zu besuchen. Für wenig Geld bekommt man hier geballtes Wissen, lernt viele nette Leute kennen und ein alles in allem sehr gelungenes Event geboten. Ich habe mich dieses Jahr in London (genau wie letztes Jahr in Antwerpen) sehr wohl gefühlt und bin jetzt umso mehr hin und her gerissen, zu welcher Devoxx ich denn 2014 fahre…


1. Für alle, die an dem Thema CPU-Cache und anderen Hardware-nahen Themen interessiert sind, empfehle ich Martin Thompson’s Blog „Mechanical Sympathy“.

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