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Kreative Wege durch den Dschungel – Technologie-Potentiale frühzeitig erkennen

25 September 2013
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Lesezeit: 2 Minutes

Im ersten Artikel dieser Serie zum  Thema „Technologiefrühaufklärung“ habe ich den Technology Inteligence (TechInt) Prozess, wie wir ihn bei Zühlke im Rahmen des Emerging Technologies Center (ETC) in Deutschland jährlich durchführen, motiviert und kurz vorgestellt. In diesem Artikel möchte ich ein wenig genauer über den Ablauf und die Inhalte des Prozesses berichten.

Sammeln, kategorisieren, Rahmen bilden

Am Anfang des TechInt steht die Recherchearbeit des ETC-Kernteams. Zum einen werden die Ergebnisse des letzten Jahres aufbereitet, zum anderen werden aktuelle gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Entwicklungen sowie die Geschehnisse in den für uns relevanten Märken berücksichtigt. Diese Informationen bilden dann den Rahmen für den Hauptteil eines TechInt-Durchganges – die Kreativ-Workshops.

Zu diesen Workshops laden wir jeweils sechs Kollegen aus zwei unterschiedlichen Geschäftsbereichen ein. Es ist wichtig diese Mischung gezielt vorzunehmen, weil dadurch die Heterogenität der Meinungen und Erfahrungen unter den Teilnehmern gestärkt wird. Dies führt der Erfahrung nach zu qualitativ und quantitativ besseren Ergebnissen – weil Neues nur Platz hat, wenn man Altes auch kritisch unter anderen Blickwinkeln hinterfragt und beiseite geräumt hat. Apropos Kritik: Ein weiterer wesentlicher Punkt ist, dass man eine angenehme Arbeitsatmosphäre während des Workshops schafft, in der die Teilnehmer sich nicht gegenseitig in ihren Meinungen kritisieren. Kritik ist eben nur erlaubt, wenn sie direkt zu neuen Ideen führt, die den bestehenden Inhalten anbei gestellt werden können. Eine Wertung der Ideen untereinander findet nachgelagert statt.

Kreative Lösungswege durch innovative Technik-Szenarien

Während eines Workshops werden zwei wirtschaftlich belastbare, spannende und überraschende Szenarien, in denen für Zühlke interessante Technologien zukunftsweisend eingesetzt werden, durchgespielt. Die zwei dazu notwendigen initialen Ideen werden zu Beginn des Workshops von den Teilnehmern durch Mehrheitsbeschluss aus der Menge der Vorschläge ausgewählt, die sie zur  Vorbereitung des Workshops mitgebracht haben. Der Themenrahmen ist dabei bewusst offen gehalten. Dies bedeutet dann auch, dass jeder Workshop anders abläuft und sich die Ergebnisse gehörig unterscheiden können – was in der Intention der Veranstaltung liegt. So entsteht in einem Workshop eine tolle Idee zu einem neuen Produkt, in einem anderen eine qualitativ bessere Umsetzung einer Dienstleistung.

Besonders entwickelt sich ein Szenario dann, wenn das ganze Teilnehmerfeld in einen gemeinsamen Fluss von Ideen eintaucht, die sich wechselseitig bereichern. Wenn dies nicht ganz gelingt, gibt es entsprechende Kreativtechniken, um genau dies zu erreichen. Spätestens bei der Frage nach der Umsetzung eines Szenarios stößt man dann auf neue Technologien oder bewährte Techniken in neuem Einsatzgebiet, die einen innovativen Nutzen für das Szenario haben. Damit das Ganze nicht ins Reich der Science Fiction abdriftet, wird darauf geachtet, dass ein Szenario immer einen wirtschaftlichen Bezug hat. Hierzu werden zum einen verschiedene Aspekte eines möglichen dahinterliegenden Geschäftsmodels beleuchtet; zum anderen befinden sich immer zwei Business Unit Manager unter den Teilnehmern, die bei uns unter anderem für die wirtschaftlichen Belange im Rahmen von Kundenprojekten zuständig sind.

Analyse und Zusammenfassung der TechInt-Ergebnisse

Am Ende einer Workshop-Serie steht gut ein duzend ausgearbeiteter Szenarien, die nun vom ETC-Kernteam analysiert werden. Dabei suchen und entdecken wir Wiederholungen und Muster von Technologieanwendungen. Wenn eine Technologie in unterschiedlichen Szenarien zum Einsatz kommt, dann lohnt es sich, diese noch einmal genauer zu hinterfragen, weil sie aufgrund der dargelegten Vielfältigkeit zukünftig für uns und unsere Kunden von breitem Nutzen sein kann. So entsteht durch die Aufarbeitung der Ergebnisse eine reiche Technik-Landkarte.

Im nächsten Artikel werde ich ein konkretes Ergebnis aus einem Workshop darstellen und darüber berichten, was wir bei der Durchführung der Workshop-Serie überraschendes gelernt haben.

Kommentare (1)

[…] unseren Technology Intelligence Workshops erarbeiten wir Zukunftsszenarien für unsere Projekte und Kunden. In diesem Jahr haben wir das Format überarbeitet und einiges an […]

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