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IoT-Regel Nummer 3: Die richtigen Partner

16 März 2016
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Lesezeit: 3 Minutes

In meinem letzten Blog-Beitrag zur Regel Nummer 2 „Kunden nicht Prozesse“ habe ich es bereits angetönt: Um ein unvergessliches IoT-Kundenerlebnis bieten zu können, müssen Unternehmen allenfalls neue strategische Partner evaluieren. Denn Internet of Things bringt einiges an Veränderungen im Umfeld mit sich. Während Porter and Heppelmann im Harvard Business Review „How Smart, Connected Products Are Transforming Competition“ darüber berichten, wie IoT die Konkurrenz und die Industriegrenze neu formieren werden, weist Westerlund im Technology Innovation Management Review „Designing Business Models for the Internet of Things“ darauf hin, dass das IoT-Ökosystem immer noch unstrukturiert ist und dass es dadurch eine besonders grosse Herausforderung ist, Partnerschaften in neuen Industrien aufzusetzen.

Als ich in den Gesprächen mit Firmen nach neuen Partnerschaften im IoT-Ökosystem gefragt habe, waren sich alle einig, dass es ohne solche nicht möglich sei, eine IoT-Lösung auf den Markt zu bringen. Und damit komme ich zu meiner IoT-Regel Nummer 3: „Die richtigen Partner“.

Zühlke - IoT Regel Nummer 3

Die Vielfalt an neuen Partnern im IoT-Ökosystem ist nicht zu unterschätzen. An wen denken Sie beispielsweise, wenn Sie spontan mögliche Partner aufzählen müssten? In meinen Gesprächen wurden hauptsächlich technologie-bezogene Partner genannt – Telekomprovider, Cloud-Lösungsanbieter oder andere Data Hosting Partners; Partner mit Big Data bzw. Data Analytics Wissen und Partner für Software-Lösungen sowie Connectivity-Komponenten (sofern bei sich selber noch nicht vorhanden). Einige nannten explizit auch die rechtliche Unterstützung, um die unterschiedlichen Richtlinien zu Datenschutz und Datenhoheit in allen Ländern einzuhalten. Erstaunlicherweise erwähnten nur wenige die Wichtigkeit von neuen Business-Partnern. Doch genau diese werden bei IoT-Lösungen durch die grossen Veränderung im Markt und das Näheraneinanderrücken von verschiedenen Branchen interessant. Denken Sie nur einmal an einen Gerätehersteller, der auf einmal Diebstahlschutzfunktionen mit Real-time-Alarm über das Handy anbieten kann. Könnte da nicht je nach Gerät plötzlich eine Partnerschaft mit einer Versicherung interessant werden? Oder haben Sie bereits etwas von Bitcoins bzw. Blockchain gehört? Heute laufen zwar noch viele Diskussionen, ob sich dies wirklich durchsetzen wird oder bereits wieder auf dem absteigenden Ast ist. Wären aber Bitcoins auf einmal bei Parkgebühren von vernetzten Parkplätzen relevant, wie Dr. Markus Weinberger in seinem Blog „Bitcoin enabler for the IoT“ zeigt, würde dies zu ganz neuen Partnerschaften im Finanzsektor führen. In der Grafik habe ich unter Regel Nr. 3 die für mich entscheidenden Schritte bei der Suche nach den richtigen Partnern aufgelistet:

Zühlke - IoT Partnerwahl

Die zentrale Frage bei der Wahl der richtigen Partner liegt auf der Hand: Welche Elemente der Wertschöpfung können vom Partner übernommen werden und welche müssen in-house bleiben? Nehmen Sie sich kurz Zeit und  überlegen Sie:

  • Wo soll Ihre Vision und Strategie Sie in der Welt der Digitalisierung hinführen?
  • Was sind Ihre heutigen Kernkompetenzen gemäss VRIN (valuable, rare, inimitable, nonsubstitutable)?
  • Welche Kernkompetenzen müssen Sie aufgrund der Digitalisierung bzw. den Möglichkeiten von IoT auf- oder ausbauen?
  • Was geschieht in Ihrem Umfeld und wie schnell müssen Sie reagieren?

Die Antworten auf diese Fragen bilden die Grundlage für die Entscheidung, wo auf interne und wo auf externe Ressourcen zurückgegriffen wird. Zu guter Letzt möchte ich betonen, dass aus meinen IoT-Gesprächen Eines rund um das Thema Partner klar wurde: Wegen der zunehmenden Vernetzungsmöglichkeiten verlangen gute IoT-Lösungen, dass Informationen zwischen Partnern mit mehr Offenheit ausgetauscht werden als dies heute im Business üblich ist. Klar, dies braucht Mut. Aber umso wichtiger ist es, Themen wie Datenschutz, Datenhoheit und Sicherheitskonzepte bereits in einer sehr frühen Projektphase anzugehen.

Die vierte und letzte Regel „Step-by-Step statt Grossprojekt“ ist Thema meines nächsten Beitrags.

P.S.: Auf der Such nach einem Partner für Digitalisierungsprojekte und IoT kommen natürlich auch wir von Zühlke gerne ins Spiel. Informieren Sie sich dazu über unsere IoT-Dienstleistungen oder profitieren Sie noch von unserem kostenlosen, persönlichen IoT-Workshop bis Ende März 2016.

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