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Inspect & Adapt mit der ganzen Firma

6 Juli 2016
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Lesezeit: 3 Minutes

Eine Riesen-Retrospektive mit bis zu 250 Teilnehmer, geht das? Dieser Frage wollten wir (Arnaud L’Hôte und ich) nachgehen und eine solche Retro in der Praxis mit unseren Kollegen und Kolleginnen durchführen.

SAFe (Scaled Agile Framework) hat ein Rezept für eine Retro dieser Grössenordnung: den Problem-Solving-Workshop im Rahmen von Inspect and Adapt. Dort geschieht dies innerhalb der Teams, die alle gemeinsam an einem grossen (Software-)Produkt arbeiten. Doch warum an dieser Stelle aufhören? Wie wäre es, wenn man diese intensive Art der Verbesserungsideengewinnung auf die gesamte Firma ausdehnt?

In unserem Fall konnten wir an einem Zühlke Mitarbeitertag mit ca. 200 bis 250 Teilnehmenden rechnen – ein gewaltiges Potential für spannende Ideen und gleichzeitig auch ein guter Test um zu erproben, wie weit man den Ansatz noch skalieren kann. Da unsere Teams nicht alle am gleichen Produkt arbeiten, haben wir das Format leicht angepasst.

Was haben wir gemacht?

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In mehreren kleineren Teams wird gleichzeitig über die Fragestellung diskutiert.

Die zentrale Fragestellung hat unsere Geschäftsleitung im Vorfeld erarbeitet. Unser CEO führte eine offene Standortbestimmung durch und zeigte auf, was noch fehlt und wohin es gehen soll. Das Ganze fand an unserem Hauptsitz in Schlieren auf unserer Inhouse Piazza statt.

Wir haben Plakate mit dem Ablauf gestaltet und jedes Team hatte eines an seiner Pinnwand, damit sie besser durch den Ablauf geführt waren. Dies deshalb, weil der Prozess für die meisten neu und ausser den neun Coaches niemand wirklich geschult war. Die Coaches wiederum betreuten jeweils 2 bis 3 Teams. Nachdem sich jedes Team ein Problem und ein Verbesserungsziel dafür gesetzt hatte, ging es darum, eine konkrete und innerhalb der nächsten drei Monaten umsetzbare Massnahme zu definieren.

Dadurch, dass Mitarbeitende aus allen Bereichen – von Buchhaltung, HR über Software Entwicklung, Elektronik, Mechanik bis zu Marketing – mitgemacht haben, ergaben sich auch neue spannende Aufgaben. Wie immer gilt es nun, aus all den vielen Ideen diejenigen weiterzuverfolgen, welche die besten Aussichten haben, nachhaltige Verbesserungen zu bringen.

Das Management war während der ganzen Session für Fragen erreichbar und wurde von den jeweiligen Teams bei Bedarf herbeigezogen. So konnte – wann immer erwünscht – sofort Feedback eingeholt werden.

Am Ende hatte jedes Team genau 60 Sekunden Zeit, ihre Action Items zu präsentieren.

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Präsentation der Action Items in maximal 60 Sekunden.

Was haben wir gelernt?

Gute Coaches und gute Vorbereitung ist wichtig. Und: Es hat funktioniert! In dem wir alle involviert und aktiviert haben, kamen sehr viele Inputs in sehr kurzer Zeit zusammen. Die Offenheit und der Mut des Managements sich an der Debatte zu beteiligen, waren wichtige Erfolgsfaktoren.

Was braucht Sie, zum Selbermachen?

Mut, Zeit für die Vorbereitung, Unterstützung des Managements sowie Coaches, die in der Durchführung von Retrospektiven und den damit verbundenen Herausforderungen sattelfest sind. Zu guter Letzt braucht es mindestens eine Person, welche die Session moderiert, den Überblick behält und die Coaches während der Durchführung unterstützt.

Versuchen Sie es!

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End-Voting zum Anlass.

 

 

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