Effiziente Innovationskiller

23 Dezember 2013
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Lesezeit: 2 Minutes

Oft werden wir als externe Moderatoren eingeladen, um Innovationsworkshops bei Kunden zu moderieren.
Die Aussensicht, das Neue und andere, die ungezwungene Atmosphäre – was sind Erfolgskriterien für innovationsfördernde Meetings?

Oder anders – welche Muster zerstören den Nährboden der Innovation gründlich und nachhaltig?

1. Politik

Mit politischen Spielen meine ich in diesem Fall alle nicht sachorientierten Spannungsfelder und Diskussionen. Beispiel: In manchen Firmen dominiert die Kultur „Ober sticht Unter“. Dominant ist dann nicht die Fragestellung „Welche Innovation begeistert unsere Kunden?“ sondern die Thematik „Wie beeindrucke ich meinen Boss?“
Schwierig – kein Nährboden zur Innovation.
Wie schaffen wir hier Abhilfe? Durch Gruppenarbeit mit wohlüberlegter Zusammensetzung lässt sich einiges an Politik abfangen.

2. Fehlende Visualisierung

Es ist hoffentlich selbstverständlich, dass eine Excelliste ein absolut untaugliches Werkzeug ist zur kreativen Unterstützung eines Ideenworkshops. Ideen müssen aber den Weg von der Tonspur auf einen Datenträger finden – sonst werden sie unverzüglich vom Winde verweht. Wir nutzen dazu gerne die einfachen Ideensteckbriefe (siehe Abbildung rechts). Darauf ist der sinnvolle Umfang enthalten, um eine Idee zu charakterisieren. Ein Titel, einige Stichworte, ganz wichtig eine Skizze (sagt mehr als 1000 Worte) usw. Die Hürde zur Visualisierung ist beim Ideensteckbrief kleiner als beim leeren Blatt. Der vorgegebene Rahmen hilft. 

3. Spontane Bewertung

Der Drang zur spontanen, verbalen oder nonverbalen Bewertung von Vorschlägen „löscht“ diese oft bevor sie fertig formuliert wurden! „Das geht nicht!“, „Das hatten wir schon mal untersucht!“, „Seufz…“, „Das gibt Qualitätsprobleme…!“… falls Ihnen wirklich etwas an neuen Ideen liegt, lassen Sie nichts unversucht um diese Spontanbewertungen abzustellen! Unser Ideensteckbrief hilft dabei mit den Feldern Vorteile – Risiken, welche für die Vorzüge und Bedenken einer neuen Idee ausgefüllt werden können. Das Bewertungsfeld „Bauchgefühl“ lassen Sie bitte für die spätere, gemeinsame Bewertung noch frei.

Der Erfolgsschlüssel zur Moderation einer kreativen Atmosphäre, bei welcher tatsächlich neuartige Ideen aufgezeigt werden können, liegt hier versteckt:

  • Formulieren Sie eine klare Aufgabenstellung als Vision und Ziel.
  • Lassen Sie die geeignet zusammengesetzten Gruppen von 3 – 5 Mitarbeitern ihre Vorschläge auf dem Ideensteckbrief aufzeigen (siehe Vorlage).
  • Unten finden sich Felder für Vorteile und Risiken. Diese nach Bedarf in der Gruppe ebenfalls ausfüllen. Besonders die Bedenkenträger fühlen sich wohl, wenn sie die Risiken einer neuen Idee aufgeführt sehen.
  • Im nächsten Schritt lassen Sie die Gruppe dem gesamten Team die Ideen kurz vorstellen.
  • Die Bewertung folgt jetzt und erst jetzt im Anschluss mit der gesamten Gruppe im unteren Bereich des Ideensteckbriefes mittels Klebepunkte.

Daneben ist die positive Ideenkultur auch Führungssache – wie so vieles in unserer Arbeitswelt:
Sind neue Ideen wirklich erwünscht? Werden auch unbequeme Lösungsansätze angenommen? Was, wenn eine neue Idee Fehler der Vergangenheit ans Licht bringt? Oder gar etablierte Strukturen in Frage stellt?

Vergessen Sie nicht: Nur weil etwas anders und neu wird, ist es nicht automatisch besser. Aber wenn etwas besser werden soll, muss es anders werden!

In diesem Sinn sind neue Ideen und die positive Kultur dazu die Ausgangsbasis für wirkliche Innovation. Das gilt für kleine Verbesserungen wie auch für manchmal nötige chirurgische Eingriffe. Nur wer Ideen zullässt, kann sie erfolgreich umsetzen.

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