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Projektmanagement

Das steht im neuen Scrum Guide

9 November 2017
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Am 7. November 2017 haben die beiden Väter von Scrum, Ken Schwaber und Jeff Sutherland, eine neue Version des Scrum Guides präsentiert. Die letzte Version stammte vom Juli 2016. Die neuste gibt es vorerst nur auf Englisch. Ich möchte in diesem Blogeintrag kurz auf die wesentlichen Änderungen eingehen.

Neues Kapitel: Uses of Scrum

Hier wird explizit erwähnt, dass Scrum nicht nur für die Entwicklung von Software eingesetzt werden kann, sondern auch für Hardware, Netzwerke, Autos, Gebäude, Schulen, Regierung, Marketing, operative Geschäfte, ja eigentlich so für fast alles was man im täglichen Leben braucht.

Die Essenz sind kleine, multifunktionale Teams, die kollaborativ zusammenarbeiten und komplexe Probleme lösen. Es geht darum, ein Produkt oder einen Service zu entwickeln beziehungsweise weiterentwickeln, damit für viele Anwender ein Nutzen geschaffen wird.

Stärkung der Scrum Master Rolle

Der Scrum Master ist verantwortlich für die Promotion und Unterstützung von Scrum, wie im Scrum Guide definiert. Die Scrum Master tun dies, indem sie jedem in der Organisation helfen, die Scrum-Theorie, Praktiken, Regeln, und Werte zu verstehen und zu leben.

Daily ist ein Inspect & Adapt

Ken und Jeff betonen nochmals, dass das Daily kein Statusreport ist. Es geht darum, herauszufinden, ob man das Sprint-Ziel erreichen kann und wie man Hindernisse aus dem Weg räumt. Es ist ein kurzes Inspect & Adapt, in dem man durchaus auch den Plan ändern kann.

Die Struktur des Dailys wird vom Entwicklungsteam festgelegt und kann auch ohne Scrum Master stattfinden.

Time Boxen sind ein Maximum und kein Richtwert

Die Time Boxen sind als Maximum zu verstehen, und nicht als Vorgabe. Ideal wäre, wenn es weniger als halb so lang geht, so dass etwa ein Planning auch in weniger als zwei Stunden fertig ist.

Verbesserungen der Retrospektive im Sprint Backlog

Bis zum Ende der Sprint-Retrospektive sollte das Scrum Team Verbesserungen identifiziert haben, die es im nächsten Sprint implementieren wird. Meine persönliche Empfehlung ist hier, die Implementierung dieser Verbesserungen als Backlog Item mit hoher Priorität im Sprint Backlog zu führen.

DevOps und Releases

Scrum schliesst DevOps nicht aus, sondern begrüsst diese. Ein DevOps Team kann also auch nach Scrum arbeiten. DevOps unterstützen den agile Gedanken, regelmässig wertvolle Software zu liefern. Scrum sagt aber nicht, das nach jedem Sprint auch ein Release gemacht werden soll, das kann also unabhängig vom Sprint erfolgen.

Und was ändert sich im Detail?

Mehr Informationen sind hier zu findenDen direkten Vergleich der beiden Dokumente hat Scrum Guide Nerd Peter Gfader in anschaulicher Weise gemacht.

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