Born To Be: Devoxx 2013 in Belgien

4 Dezember 2013
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Lesezeit: 4 Minutes

Warum an die Devoxx?

Es war nicht das etwas fragwürdige Logo mit dem Motto „Born To Be“ , das mich zu einer Teilnahme an der Devoxx motivierte. Nachdem ich im Zühlke Blog sehr positiv von der Devoxx in London gelesen habe, die Konferenz als eine der grössten bezeichnet wird und der Event terminlich gut gelegen war, hatte ich relativ schnell die Entscheidung gefällt und ein Ticket nach Belgien gekauft!

Hochwertige Speaker und geniale Vorträge

Die Devoxx wird jedes Jahr von der Java User Group veranstaltet und organisiert. Sie besticht durch die Themen Java, Android und  HTMl5/Web. Neben der genialen Location, einem der grössten Kinokomplexe in Europa, haben mich vor allem die Qualität der Vorträge und die Kompetenz der Speaker überzeugt. Ich persönlich war sehr an HTML5/Javascript Vorträgen interessiert, aber auch Neuigkeiten aus dem Java Bereich bezüglich Java 8 lagen in meinem Fokus. Dabei wurde ich während diesen drei Tagen nie enttäuscht. Einige Highlights der Konferenz möchte ich gerne erwähnen.

Am ersten Tag hat Brian Götz (Oracle) über die neuen Features von Java 8 erzählt im Vortrag „Java 8 and beyond“. Er war der Leiter bei der Einführung von Lambda Expressions für die Java-Sprache und gab einige Einblicke in die neuen Möglichkeiten mit Java 8. Im Anschluss zeigten Richard Bair (Oracle) und Stephen Chin (Oracle) einen Showcase, bei dem sie das Spiel Schach mit verschiedenen Technologien umgesetzt haben. Dabei stellten sie eindrücklich das Zusammenspiel zwischen Java Server und Client Technologien vor und Demonstrierten den Einsatz von Java Embedded auf einem selbst gebauten Tablet mit einem Rasperry Pi, Java FX 3D Technologie und die Interaktion mit einem physikalischen Schach-Spiel, welches durch einen Roboterarm gesteuert wird.

Auch sehr spannend war der Vortrag von Sven Petrers (Atlassian), der die Präsentation „How to do Kick-Ass Software Development“ gehalten hat. Er überraschte bereits bei seinem Auftritt, in dem er im Kostüm des Superhelden des gleichnamigen Films „Kick-Ass“ die Bühne betrat. Trotzdem  überzeugte er mit spannenden Ideen, wie die Entwicklung von Software vereinfacht und verbessert werden kann. Sicher ein Vortrag, den ich mir unbedingt nochmals ansehen muss.

Auch erwähnenswert ist der Vortrag von Mike West (Google), ein Google Entwickler aus dem Chrome-Team, der mit „Browser-side security: Mitigate the risk of XSS“ eindrücklich die Sicherheitsprobleme bei der Frontend-Entwicklung an einigen Beispielen vorgeführt hat. Zusätzlich gab er auch direkt Ideen, wie solche umgangen oder behoben werden können. Dabei sprach er unter anderem über Themen wie Content Security Policy, Sandboxed Iframes, Web Crypthography API und MessagePorts.

Google selbst stellte dann an der Konferenz ihre eigens entwickelte Web-Programmiersprache Dart.js vor. Dabei gaben sie den Release der Version 1.0 direkt an der Devoxx bekannt. Dart.js ist eine Sprache, die als Ziel hat eine moderne Alternative zu Javascript zu bieten. Zur Zeit wird Dart jedoch native noch von keinem der grossen Webbrowsern unterstützt. Aus diesem Grund haben sie einen Compiler dart2js geschrieben, der Dart-Code zu Javascript kompiliert. Zusätzlich gibt es einen Chromium Browser, der mit der DartVM modifiziert wurde und so Dart-Code ausführen kann. Zusätzlich hat Google auch einen Dart Editor zur Verfügung gestellt, basierend auf Eclipse Komponenten. Ausserdem gibt es auch ein Eclipse Plugin und Dart wird unterdessen auch von der IntelliJIDEA unterstützt.

Am letzten Tag gab es dann noch eine der meist besuchten Vorträge, bei dem ein grosser Teil der Zuhörer dann auch auf den Treppen zwischen den Kinoreihen sitzen musste, da jeder einzelne Kinoplatz im grössten Saal besetzt war. Es überraschte mich nicht, dass bei „Introduction to Google Glass“ eine solche Menschenmenge interessiert ist. Google Glass wird von vielen sehnsüchtig erwartet und aus diesem Grund war die Präsentation sehr begehrt. Alain Regnier (Alto Labs) ist einer der wenigen GlassExplorer – so nennt sich das Programm von Google, bei dem einem die Möglichkeit gegeben wird, einen Prototyp von Google Glass zu kaufen. Er hatte seinen Prototyp dann auch dabei und stellte uns Google Glass vor. Es war interessant, aber natürlich als Zuschauer nicht so spannend, wie wenn der Prototyp zum Testen zur Verfügung steht. Das  richtige Feeling von Google Glass ergibt sich wohl erst beim eigenen tragen.

…und das Fazit?

Alles in allem war ich total überzeugt von den kompetenten Speakern und beeindruckt von der Qualität der Vorträge. Nach dieser Erfahrung überlege ich bereits jetzt, ob ich nächstes Jahr wieder an die Devoxx soll – ich würde nur schweren Herzens darauf verzichten. Der einzige Nachteil der Konferenz ist, dass ich noch eine lange Liste von Notizen habe mit Frameworks und Vorträgen, die ich mir nochmals ansehen möchte. Kleiner Tipp: auf Parleys.com werden alle Präsentation gegen Ende Jahr online gestellt (für Devoxx-Besucher gratis).

Solltest Du Fragen haben – kontaktiere mich einfach per Mail oder Twitter. Die nächste Devoxx BE findet wieder im November statt: 10.11-14.11.2014 in Antwerpen.

Nachtlektüren

Kommentare (1)

[…] ist noch ein guter Blogbeitrag zur Devoxx […]

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