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Blockchain und IoT in der Praxis

2 Februar 2017
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Lesezeit: 3 Minutes

Beim Blockchain-Hackathon „Hack the Valley“ in Baar entwickelte Zühlke eine Anwendung zur anonymen Vermietung von Parkplätzen.

 Blockchain gilt als eines der spannendsten und komplexesten Themen derzeit. Die Technologie hat das Potenzial ganze Branchen zu verändern. Hinter Blockchain verbirgt sich ein Technologieprinzip, das sich im Kern durch drei Eigenschaften auszeichnet: Anonymität, Transparenz und Unveränderbarkeit.

  • Anonymität: Die Nutzer sind unter Pseudonymen aktiv. Ihre wahre Identität bleibt verborgen, aber die Zuordnung zum Pseudonym kann jederzeit überprüft werden.
  • Transparenz: Alle Transaktionen, die in der Blockchain gespeichert werden, können jederzeit und von jedem nachvollzogen werden. Und nicht zu vergessen:
  • Unveränderbarkeit: Das Technologieprinzip gilt als nicht manipulierbar.

Zu Blockchain gibt es unzählige, theoretische Abhandlungen und Diskussionen. Auf dem Hackathon „Hack The Valley“ in Baar wurden interessante Ideen für ganz konkrete Anwendungen entwickelt und direkt programmiert.

Die Aufgabenstellung des Hackathons gliederte sich in drei Kategorien. In der ersten Kategorie ging es darum, Missbrauch in der Finanzdienstleistungsindustrie zu vermeiden. Die zweite Kategorie beinhaltete das Zusammenspiel von Internet of Things (IoT) und Blockchain, um neue Geschäftsmodelle zu generieren. Zur dritten Kategorie gehörten die Möglichkeiten, Informationen und Daten mit Hilfe der Technologie Blockchain zu verkaufen, um Alternativen zu Abonnements und werbefinanzierten Inhalten zu schaffen.

Zühlke Team Blockchain Hackathon

14 Teams mit knapp 80 Entwicklern machten sich an den Start, in zweieinhalb Tagen diese Aufgaben zu lösen. In typischer Hackathon-Atmosphäre – Bier, Kaffee und Pizza – wurden Lösungen diskutiert und entwickelt. Nach 19’000 generierten Ethereum-Blöcken wurden die Ergebnisse präsentiert. Der Pitch, wie dies in der Startup-Szene üblich ist, fand innerhalb eines beschränkten Zeitfensters vor der Jury und dem Publikum statt.

IoT und Blockchain eng verbunden

Zühlke hatte sich mit seinem Team „Blockchain Enthusiasts“ zum Ziel gesetzt, das Internet der Dinge und die Blockchain zusammenzubringen. Das Team entschied sich für ein Projekt zum anonymen Vermieten von Parkplätzen, weil die Komplexität der Umsetzung am grössten ist. Es mussten unzählige Technologien verbunden werden: Prototyping-Hardware, Aktor (die Schranke für den Parkplatz), Bluetooth-Kommunikation, Smartphone-App, Backend und natürlich die Blockchain. Gemäss der Jury verpasste Zühlke mit seiner Anwendung das Podium nur ganz knapp.

Blockchain Hackathon

Ethereum mit der Nase vorn

Die meisten der Hackathon-Anwendungen wurden auf der Basis von Ethereum entwickelt. Dies beweist eine hohe Akzeptanz dieser Blockchaintechnologie in der Community. Die Entwicklung ist sehr komplex, da die vorhanden Softwarebibliotheken noch nicht ausgereift sind. Sie bieten noch nicht den Komfort, den anderen Ansätze bereits liefern. Zudem sind komplett neue Prinzipien zu berücksichtigen. Zum Beispiel: Der Anwendung muss genügend Währung mitgegeben werden, damit sie überhaupt ablaufen kann.

Blockchain wird unterschätzt

Blockchain bleibt kurzfristig über- und langfristig unterschätzt. Die Auswirkungen auf grundlegende Geschäftsmodelle werden über die Jahre enorm gross werden. Der richtige Weg in die Zukunft besteht darin, nicht bloss die Funktionsweise oder Technik von Blockchain zu verstehen, sondern vor allem die Eigenschaften. Diese gilt es zu interpretieren und in fürs Business relevante Fragestellungen zu überführen. Nur so können wir grundlegendes Entwicklungs-Know-how bereitstellen und frühzeitig Pilotanwendungen entwickeln.

Mehr Blockchain-Anwendungen

Aufgrund der IP-Rechte ist es nicht möglich, an dieser Stelle über die weiteren, interessanten Anwendungen zu berichten, die die 14 Teams am „Hack the Valley“ entwickelt haben. Wer sich aber dafür im Detail interessiert, kann sich gerne bei uns melden.

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