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App nach Kirchberg

17 Januar 2017
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Lesezeit: 3 Minutes

«Könnten Sie mir bitte sagen, wo der Selecta-Automat ist? Mein Kollege und ich möchten den reparieren.»

Als uns die Hochschulangestellte den Weg zeigt, bin ich erleichtert, dass sie nicht nachfragt, warum es zwei Personen braucht, um einen Automaten zu reparieren. Denn mein Begleiter Eddi ist der einzige Techniker hier. Meine Kompetenz in Sachen Automaten beschränkt sich aufs Münzeinwerfen. Dass sich meine Arbeit monatelang um Verkaufsmaschinen für Lebensmittel drehen würde – bis kurz vor diesem Tag wäre ich nicht auf den Gedanken gekommen.

Eine mobile App für die Techniker – hybrid und responsive

Die über ein Jahrzehnt alten Mobilgeräte der Selecta-Techniker waren extrem stabil. Und sie waren schwer, hatten ein winziges Display und seit Neuestem wurde das Betriebssystem nicht mehr unterstützt. Das war ein Problem: die Techniker empfingen ihre Arbeitsaufträge mit dem Gerät, erfassten Arbeitszeit und Materialverbrauch und bestellten Ersatzteile nach. Selecta wechselte also auf moderne Tablets – und das Zühlke-Projektteam entwickelte die neue Software: Die neue, benutzerfreundliche App musste auf unterschiedlichen Mobile-Plattformen und mit verschiedenen Displaygrössen funktionieren. Über ein neues Backend sollten die Daten aus den Selecta-Planungssystemen binnen Sekundenbruchteilen an die Mobilgeräte der Techniker verteilt werden. Und Mitarbeiter in der Selecta-Zentrale sollten die Benutzerkonten über eine neue Verwaltungsoberfläche verwalten.

Trotz Distanz im Kontakt mit den Endbenutzern

Verteilt war gar kein Ausdruck: Unsere Software Engineers arbeiteten in Belgrad, Bern und Schlieren. Die Selecta-Kollegen im Innendienst wiederum hatten ihr Büro in Kirchberg. Und die Techniker selber waren sowieso fast immer unterwegs, um die Installation und Wartung der Automaten zu erledigen.

Umso wichtiger war uns der persönliche Kontakt: Zu Projektbeginn war jeder einzelne Zühlke-Mitarbeiter einen halben Tag mit einem Techniker unterwegs – so wie ich mit Eddi. Wir wollten die Benutzer unserer Software verstehen. Während des Projekts luden wir dann alle zwei Wochen zum Sprint Review nach Schlieren ein: Die Software Engineers stellten – persönlich oder per Video – den Technikern die jeweils neueste Version der Software vor und erhielten sofort Feedback.

Vertrauen durch Transparenz und schnelle Ergebnisse

Ein hoher Zeitdruck, eine geschäftskritische Software und dazu das erste agile Projekt für Selecta – Vertrauen war unter diesen Umständen keine Selbstverständlichkeit. Die persönlichen Treffen und die beständige Zusammenarbeit halfen enorm – und dass wir alle zwei Wochen eine verbesserte und erweiterte Software vorstellten und das Feedback des Kunden schnell umsetzen. Und der Product Owner nahm an den «Daily» Meetings teil und wusste so jederzeit, woran wir arbeiten und wie er uns unterstützen konnte.

Die Zeit drängt – und der Kunde braucht Flexibilität

Wir wollten den Technikern die neue App so schnell wie möglich zur Verfügung stellen. Doch ohne Daten ist die beste Software wenig wert. Als sich herausstellte, dass auf Kundenseite die Arbeit an der Datenschnittstelle länger dauern würde als vorgesehen, brachte diese Abhängigkeit zwangsläufig unseren eigenen Liefertermin in Gefahr. Zühlke konnte helfen und bot innerhalb eines Tages einen erfahrenen Architekten zur Unterstützung des Kunden auf. Wenige Monate nach Projektbeginn verwendeten die ersten Techniker die Software in ihrer täglichen Arbeit.

Als würden sie mich verfolgen  – seit dem Projekt fallen mir überall Verkaufsautomaten von Selecta auf. Reparieren könnte ich sie auch heute noch nicht. Aber das ist auch nicht nötig: diese Automaten sind wirklich ganz fantastisch gewartet.

Der Scrum Ansatz, solides Projektmanagement und die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Zühlke und Selecta waren erfolgsentscheidend für die ‚on time and on quality‘ Applikationsentwicklung.

Patrick Koller, Operations Development Director, Selecta Management AG

 

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